Geplante Maßnahmen
US-Beauftragter greift auf Managergehälter zu

Der Bonus-Beauftragte von US-Präsident Barack Obama will offenbar die Einkommen der Top-Manager bei Unternehmen mit Staatshilfen kappen. In einigen Fällen könnten die vorgesehenen Maßnahme mehr als 50 Prozent der Gehälter betreffen.
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HB WASHINGTON. So wolle Kenneth Feinberg unter anderem einen Teil der Gehälter in Form von Aktien auszahlen lassen, auf die die Manager mehrere Jahr nicht zugreifen könnten, schrieb das „Wall Street Journal“ am Dienstag unter Berufung auf informierte Personen.

Feinberg überwacht im Auftrag des Weißen Hauses die Bezahlung von 175 Top-Managern bei sieben Unternehmen, die massiv vom Staat gestützt worden waren. Dazu gehören die Finanzkonzerne Bank of America und Citigroup, der Versicherer AIG, die Autobauer General Motors und Chrysler sowie deren frühere Finanzsparten GMAC Financial Services und Chrysler Financial. Feinberg wolle seinen Plan Mitte Oktober vorlegen, berichtete die Zeitung. Obama will mit der Reform der Manager-Bezahlung die Bereitschaft zu hohen Risiken für kurzfristige Gewinne eindämmen.

Zuletzt hatten sich fünf größte britische Banken zur Begrenzung ihrer Managergehälter verpflichtet. Sie erklärten sich nach dem G-20-Gipfel von Pittsburgh bereit, die dort getroffenen Vereinbarungen umzusetzen. Die neuen Regeln, wonach Bonuszahlungen an den langfristigen Erfolg der Finanzinstitute gekoppelt sein müssen, sollen ab Januar 2010 gelten.

Bei den Banken handelt es sich um HSBC, Barclays, RBS, Lloyds und Standard Chatered. Ihre Manager müssen Boni künftig zurückzahlen, wenn sich ihre Leistungen nicht in nachhaltigen Erfolgen widerspiegeln. Außerdem muss die Öffentlichkeit detailliert über die Leistungszulagen und deren Zustandekommen informiert werden.

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