Gerichtsverfahren
Berlusconi will in jedem Fall im Amt bleiben

Von Einsicht, geschweige denn Reue ist bei Silvio Berlusocni nichts zu sehen - im Gegenteil. nach dem Ende der selbsterklärten Immunität droht dem Ministerpräsidenten zwar eine rechtsgültige Verurteilung, an Rücktritt denkt er jedoch nicht. Der 73-jährige klebt an seinem Stuhl, egal, wie das Urteil ausfallen mag.
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HB ROM. Italiens Ministerpräsident Silvio Berlusconi will auch im Falle einer gerichtlichen Verurteilung nicht zurücktreten. Sollte es dazu kommen, würde er sich umso mehr verpflichtet fühlen, im Amt zu bleiben, um Demokratie und Rechtsstaatlichkeit aufrechtzuerhalten, sagte der Regierungschef in einem Interview für ein Buch, das am Samstag in Auszügen vorab veröffentlicht wurde. Er glaube jedoch immer noch daran, dass es seriöse Richter gebe, die seriöse Urteile fällten.

Das Oberste Gericht Italiens hatte Anfang Oktober ein Gesetz für verfassungswidrig erklärt, das Berlusconi vor jeglicher Strafverfolgung während seiner Amtszeit verschont hatte. Berlusconi muss sich deswegen ab kommenden Monat wieder vor Gericht wegen Vorwürfen wie Schmiergeldzahlungen und Steuerhinterziehung verantworten. Nach dem Urteil des Obersten Gerichts hatte Berlusconi bereits wiederholt über "kommunistische" Richter geschimpft, die ihn zerstören wollten.

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