Geringe Wahlbeteiligung in Russland
Aus Protest wird Lethargie

PremiumDie Wahlbeteiligung in Russland ist auf ein historisches Tief gefallen. Die Unzufriedenen sind diesmal einfach zu Hause geblieben – zur Freude von Putin. Es fehlt die Perspektive. Ein Kommentar.

MoskauPremier Dmitri Medwedew wusste offenbar schon am Wahlabend mehr als alle anderen: „Einiges Russland“ habe die absolute Mehrheit errungen, sagte er unmittelbar nach der Schließung der Wahllokale, dabei hatten Wahltagsbefragungen und erste Hochrechnungen die Partei noch unter der Marke von 50 Prozent gesehen. Am Ende reichte es für die Kremlpartei nicht nur zur einfachen, sondern – dank der Direktmandate – sogar zur Verfassungsmehrheit (also mehr als zwei Drittel der 450 Sitze) im Parlament.

Ein eindeutiger Sieg – und das obwohl das „Einige Russland“ gegenüber der vergangenen Duma-Wahl vier Millionen Stimmen verloren hat. Ein Paradox, das besser als alles andere...

 
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