Gesetz unterzeichnet
Philippinen schaffen Todesstrafe ab

Unmittelbar vor ihrem Besuch im Vatikan hat die philippinische Präsidentin Gloria Macapagal Arroyo am Samstag ein Gesetz zur Abschaffung der Todesstrafe unterzeichnet.

HB MANILA. Insassen der Todeszellen sollen stattdessen künftig eine lebenslange Haft ohne die Möglichkeit einer Begnadigung verbüßen, wie philippinische Medien meldeten. Als tiefgläubige Katholikin ist die Staatschefin eine erklärte Gegnerin von Hinrichtungen. Am Sonntag soll Arroyo von Papst Benedikt XVI. in Rom zu einer Audienz empfangen werden.

Auf den mehrheitlich katholischen Philippinen war die Todesstrafe bereits 1987 abgeschafft, dann aber 1994 wieder eingeführt worden. Allerdings wurden erst von 1999 an Häftlinge mit der Giftspritze hingerichtet. Bis der damalige Präsident Joseph Estrada 2000 ein Moratorium erließ, wurden insgesamt sieben Menschen exekutiert. Auch nach der Amtsübernahme Arroyos ein Jahr später hatte es in dem südostasiatischen Land keine Hinrichtungen mehr gegeben.

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