Gespräche in Weißrussland
Poroschenko kündigt Verhandlungen in Minsk an

Nächste Verhandlungsrunde in Minsk: In der weißrussischen Hauptstadt sollen die Parteien des Ukraine-Konflikts an einem Tisch sitzen und Lösungen finden. Ukraines Präsident Poroschenko zeigt sich im Vorfeld optimistisch.
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KiewZur Befriedung des Ukraine-Konflikts wollen sich Vertreter Kiews und der prorussischen Separatisten am Dienstag zu neuen Verhandlungen treffen. Vor dem in der weißrussischen Hauptstadt Minsk geplanten Gespräch sei schon „vorläufig“ vereinbart worden, dass binnen 30 Tagen eine Pufferzone eingerichtet werden solle, sagte der ukrainische Präsident Petro Poroschenko am Samstag. An den Beratungen würden auch Vertreter der russischen Regierung sowie der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) teilnehmen.

Beim bisher letzten Treffen in dem Format war am 5. September in Minsk eine Waffenruhe vereinbart worden, die auch den Abzug von Kämpfern und Waffen jeweils 15 Kilometer hinter eine Waffenstillstandslinie vorsah. Allerdings hielten die Kämpfe an, zudem konnten sich beide Seiten bislang nicht auf den genauen Verlauf der „Entflechtungslinie“ einigen. Das ist nun offenbar erreicht.

Am Tag der neuen Verhandlungen soll nun tatsächlich eine Waffenruhe in Kraft treten. „Am 9. Dezember werden wir einen Tag des Schweigens“ (der Waffen) haben, sagte Poroschenko. „Und in den folgenden 30 Tagen müssen sich die Seiten aus der demilitarisierten Zone zurückziehen.“

Nach dem ersten Minsk-Abkommen hatte sich die Krise wieder verschärft. Kiew sah sich vor allem durch Wahlen provoziert, die die Rebellen in ihren selbstproklamierten „Volksrepubliken“ Donezk und Lugansk abhielten. In der vergangenen Woche gab es Berichte, wonach bei Kämpfen um den Flughafen von Donezk viele Soldaten und Rebellen getötet wurden. Danach kam die vorläufige Einigung zustande, die Waffen nun wirklich ruhen zu lassen.

Agentur
afp 
AFP news agency (Agence France-Presse) / Nachrichtenagentur

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