Gesundheit
Südkorea im Banne des Virus

PremiumSchulen und Unis sind geschlossen, Geschäfte vermelden Einbußen – die Präsidentin sagt ihre USA-Reise ab. Die Angst vor einer gefährlichen Atemwegserkrankung lähmt Wirtschaft und Politik des Landes.

SeoulSüdkorea wird zum Fallbeispiel, wie die Angst vor einer Virus-Epidemie innerhalb weniger Tage eine Nation lahmlegen kann. Am Mittwoch meldete das Erziehungsministerium, dass landesweit 2.474 Schulen und 22 Universitäten geschlossen haben. Der Umsatz in Kaufhäusern brach um ein Viertel ein, der von Kinos und Freizeitparks um die Hälfte. Einzig der Absatz von Gesichtsmasken boomt. Auch Präsidentin Park Geun-hye gerät unter Druck. Nachdem ihr Versagen beim Krisenmanagement vorgeworfen worden war, sagte sie am Mittwoch ihre für Sonntag geplante USA-Reise ab. Nicht noch einmal soll der Eindruck einer zögerlichen Staatschefin entstehen - so wie 2014 beim Fährunglück mit Hunderten Todesopfern.

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