Gewalttätige Demonstrationen
Knapper Sieg für Chen stürzt Taiwan in Krise

Der knappe Wahlsieg von Präsident Chen Shui-bian hat Taiwan in eine politische Krise gestürzt. Sein konservativer Rivale Lien Chan nannte die Wahl „ungültig“ und hat das Ergebnis juristisch angefochten.

HB TAIPEH. In mehreren Städten der Insel brachen in der Nacht zum Sonntag teilweise gewalttätige Demonstrationen aus. Das Oberste Gericht ordnete die Versiegelung der Wahlurnen an. Eine Entscheidung über eine Neuauszählung wird aber auf sich warten lassen. Aus Angst vor einem Sturz der Aktienbörse am Montag wurden Stützungskäufe mit dem nationalen Stabilitätsfonds vorbereitet.

Einen Tag nach seiner Verletzung durch ein Attentat hatte sich der 53-jährige Präsident am Samstag mit einem hauchdünnen Vorsprung von 29 500 Stimmen gegen den 67-jährigen Lien Chan durchgesetzt. In seiner Siegesrede sprach Chen Shui-bian versöhnlich über die oppositionelle Kuomintang-Partei von Lien Chan. Die Führung in Peking forderte er zu einer Wiederaufnahme des Dialogs auf. Allerdings scheiterte die von ihm initiierte, umstrittene Volksabstimmung über die Verteidigung gegen Chinas Raketen unter dem Boykott der Opposition. Mit 45 Prozent fehlte die nötigte Beteiligung.

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