Gezielter Angriff gegen die Hamas
Israelischer Luftangriff in Gaza

Zum zweiten Mal innerhalb einer Woche haben Israelis Raketen auf militante Palästinenser geschossen. Diesmal sind neun Passanten verletzt worden.

HB GAZA/JERUSALEM. Drei Mitglieder der militanten Palästinensergruppe Hamas seien dem Hubschrauberangriff auf ihr Auto jedoch entkommen, berichteten Augenzeugen. Die neun Passanten seien beim Einschlag zweier Raketen verletzt worden. Das israelische Militär bestätigte, es habe sich um einen gezielten Angriff gegen militante Palästinenser gehandelt.

In Chan Junis im südlichen Gazastreifen erschossen israelische Soldaten einen 22-jährigen Palästinenser und verletzten drei weitere. Israelische Truppen drangen unterdessen am Dienstag erneut in die Stadt Nablus und das Flüchtlingslager Balata vor.

Nach dem Selbstmordanschlag am ersten Weihnachtstag in Tel Aviv mit vier toten Israelis hatten die Sicherheitsbehörden neue gezielte Tötungen militanter Palästinenser beschlossen. Noch am selben Tag wurden bei einem israelischen Raketenangriff in Gaza der Militärchef des Islamischen Dschihad, Mukalat Hamid, und zwei Begleiter getötet.

Nach scharfer internationaler Kritik will Israel den Verlauf der Sperranlagen zum Westjordanland nun an zwei besonders umstrittenen Stellen verändern. Der Verlauf der Sperranlage soll im Bereich Kalkilia und nördlich von Tulkarem korrigiert werden, wie die israelische Zeitung „Haaretz“ am Dienstag meldete. Der palästinensische Minister für Verhandlungen mit Israel, Sajeb Erekat, sprach jedoch von einer „bedeutungslosen“ Veränderung.

Laut dem Bericht von „Haaretz“ soll der Verlauf der Sperranlage im Bereich von Kalkilia so korrigiert werden, dass von Osten aus dem Westjordanland ein Zugang zu der Stadt geschaffen wird. Die Stadt Kalkilia, die im Grenzbereich zu Israel liegt, war von der Anlage praktisch vollständig eingekreist worden. Palästinenser sprachen von einem „riesigen Gefängnis“. Im Bereich des Dorfes Baka el Scharkia nördlich von Tulkarem soll der Zaun nach Westen verschoben werden, damit er - wie von den Palästinensern und den USA gefordert - näher an der Grenze von 1967 liegt.

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