Griechenland
Athen will offenbar Raketen von Moskau kaufen

Griechenland und Russland wollen enger zusammenarbeiten. Laut einem Medienbericht verhandeln die griechische Regierung nun über den Kauf neuer Raketen für seine Luftabwehrsysteme S-300 aus Moskau.
  • 14

MoskauGriechenland verhandelt einem Medienbericht zufolge mit Russland über den Kauf neuer Raketen für seine Luftabwehrsysteme S-300 und deren Wartung. „Wir beschränken uns auf den Austausch von Raketen (für die Systeme)“, zitierte am Mittwoch die russische Nachrichtenagentur den griechischen Verteidigungsminister Panos Kammenos, der sich wegen einer Sicherheitskonferenz in Moskau aufhielt. Weitere Details wurden zunächst nicht bekannt.

Russlands Präsident Wladimir Putin und der griechische Regierungschef Alexis Tsipras waren in der vergangenen Woche in Moskau zusammengekommen. Beide Länder beschlossen dabei eine engere Zusammenarbeit, vereinbarten aber keine konkreten Finanzhilfen für das krisengeschüttelte Euro-Land. Die Politiker betonten, man wolle die Wirtschaftskontakte verstärken und vor allem in Energiefragen enger zusammenarbeiten.

Die neue griechische Regierung ringt seit Monaten mit der Euro-Zone und dem Internationalen Währungsfonds um die Reformauflagen für weitere Zahlungen von gut sieben Milliarden Euro aus dem zweiten Hilfsprogramm, das Ende Juni abläuft. Unklar ist außerdem, wie sich das Land danach finanziell weiter über Wasser halten kann. Die Euro-Finanzminister wollen am 24. April in Riga erneut beraten.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " Griechenland: Athen will offenbar Raketen von Moskau kaufen"

Alle Kommentare

Dieser Beitrag kann nicht mehr kommentiert werden. Sie können wochentags von 8 bis 18 Uhr kommentieren, wenn Sie angemeldeter Handelsblatt-Online-Leser sind. Die Inhalte sind bis zu sieben Tage nach Erscheinen kommentierbar.

  • Der alte griechische Wahnsinn
    -------------------
    Griechenland ist so gut wie pleite, will aber Luftabwehr-Raketen kaufen - in Russland. Eine dümmere Politik ist kaum vorstellbar.

    Verteidigungsminister Kammenos scheint vergessen zu haben, dass seinem Land die Zahlungsunfähigkeit und damit der Austritt aus dem Euro droht. In dieser Situation auch nur darüber nachzudenken, Geld für Raketen auszugeben, ist politischer Irrsinn.

    Mit dem angestrebten Rüstungsdeal signalisiert die griechische Links-Rechts-Koalition, dass sie vom selben Schlag ist wie frühere griechische Regierungen, die Milliarden für Rüstungsgeschäfte aus dem Fenster geworfen haben. Zwischen 2003 und 2007 stand das kleine Griechenland auf Platz vier der weltweit größten Waffenimporteure. Erst die Finanzkrise bremste den Kaufrausch: Zwischen 2008 und 2012 fiel das Land auf Platz 15 zurück.

  • Ich bin eine Wette ein gegangen, das die Griechische Regierung das Jahr nicht überlebt.
    Wie es aus sieht Gewinne ich die Wette. Sie können ja dann bei Putin um Politisches Asyl bitten.

  • Mein Großvater würde sagen, Dumm Geboren, nichts da zu gelernt, und Dumm gestorben.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%