Griechenland: Die heikle Machtfülle der EZB

Griechenland
Die heikle Machtfülle der EZB

PremiumDie EZB kann den griechischen Banken jederzeit die Euro-Zufuhr abdrehen. Dann müssten sie selbst Geld in Umlauf bringen, um sich zu versorgen. Die Macht, die der EZB damit zuwächst, ist aber rechtlich heikel.

FrankfurtDie Europäische Zentralbank (EZB) ist nicht nur Teil der ungeliebten Troika. Sie ist auch die Institution, die letztlich über den Verbleib Griechenlands in der Währungsunion entscheidet: Denn sollte bis Ende des Monats keine Einigung über eine Verlängerung des europäischen Hilfsprogramms für Griechenland erzielt oder ein neues beschlossen worden sein, könnte die EZB aufhören, griechische Staatsanleihen als Sicherheit zu akzeptieren. Andere Sicherheiten haben die griechischen Banken jedoch nicht in ausreichendem Umfang.

Die Euro-Zufuhr würde ihr also de facto von der EZB abgeschnitten. Es gäbe dann nur noch eine Möglichkeit: Die griechische Notenbank müsste die Banken auf eigene Rechnung mit Euro...

 
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