Griechenland
Kein Stopp der Kapitalkontrollen ohne frisches Geld

Mit Kapitalverkehrskontrollen will Athen sein Finanzsystem stabilisieren. Sie sollen erst gestoppt werden, wenn frisches Geld ankommt. Das kann dauern – obwohl das dritte Hilfsprogramm im Grunde schon beschlossen ist.
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Frankfurt/AthenDie Athener Börse bleibt Insidern zufolge auch am Montag geschlossen. Möglicherweise könne der Handel am Dienstag wieder aufgenommen werden, sagte ein Vertreter des Börsenbetreibers, der nicht genannt werden wollte. Der Handel an der Börse in Athen steht seit dem 29. Juni still, als die griechische Regierung die Banken geschlossen und Kapitalkontrollen in Kraft gesetzt hat, um eine Kapitalflucht und einen Zusammenbruch des griechischen Finanzsystems zu verhindern. Die Banken sind inzwischen wieder geöffnet, nachdem die Europäische Zentralbank (EZB) ihre Hilfskredite aufgestockt hat.

Die Kapitalverkehrskontrollen werden Insidern zufolge aber wohl noch für Monate beibehalten werden. Die Kontrollen zum Stopp des Geldabflusses würden erst aufgehoben, wenn frisches Geld ankomme, sagten mit der Angelegenheit vertraute Personen. Allerdings könne es nach und nach zu Lockerungen kommen. Erst am Freitag war Firmen erlaubt worden, mehr Geld ins Ausland zu überweisen, um dadurch den Import von Rohstoffen zu erleichtern. Die Höchstgrenze für Geldabhebungen liegt allerdings weiterhin bei 420 Euro wöchentlich.

Nach Meinung von Bundesbank-Präsident und EZB-Ratsmitglied Jens Weidmann sollten die Kapitalkontrollen so lange in Kraft bleiben, bis die griechischen Banken ausreichend kapitalisiert sind. Dies dürfte sich hinziehen, da die Detail-Verhandlungen der griechischen Regierung mit den internationalen Geldgebern über ein drittes Hilfspaket noch nicht einmal begonnen haben. Es wird geschätzt, dass mindestens 25 Milliarden Euro für die Rekapitalisierung nötig sind. Ein Vertreter des griechischen Finanzministeriums fordert bereits eine Vorab-Finanzspritze von zehn Milliarden Euro.

Nach mehreren unplanmäßigen Verzögerungen sollen die Gespräche für Griechenland am Dienstag auf Expertenebene beginnen. Spätestens am Donnerstag sollen dann die Verhandlungsführer der internationalen Geldgeber hinzustoßen, wie am Samstagabend aus dem Finanzministerium in Athen verlautete.

Ursprünglich sollten die Gespräche in der griechischen Hauptstadt bereits am Freitag und dann wieder an diesem Montag beginnen. Für die Verzögerung seien allein „technische Gründe„ verantwortlich, „keine politischen oder diplomatischen“, hieß es aus Athen.

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86 Milliarden Euro sollen fließen

Kommentare zu " Griechenland: Kein Stopp der Kapitalkontrollen ohne frisches Geld"

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  • Krugman hat vor drei Jahren im SPIEGEL-Gespräch noch für das genaue Gegenteil plädiert, nämlich für einen Grexit: »SPIEGEL: Mr. Krugman, muss Griechenland die Euro-Zone verlassen? Krugman: Ja. Und es wird fürchterlich werden im ersten Jahr danach. Ich hasse es, das so zu sagen, weil es so ist, als wenn man in einem vollbesetzten Theater "Feuer" schreien würde. Aber es gibt einfach keine Alternativen. Nichts von dem, was derzeit diskutiert wird, hat eine Chance, das Desaster wieder in Ordnung zu bringen.« Anschließend hat er noch einen wesentlichen Unterschied zu Spanien und Italien erwähnt: » … deren Probleme rühren nicht aus totaler Unverantwortlichkeit, wie bei den Griechen.«

  • wenn Sie einen gelöschten Beitrag nochmals einstellen, wird der Unfug auch nicht besser.

  • LÜ..NPRESSE in Deutschland ??

    "Bundeskanzlerin Angela Merkel ist laut eines Berichts von "Bild-Online" bei den Bayreuther Festspielen zusammengebrochen. Der Zwischenfall habe sich während der Pause der Vorführung von "Tristan und Isolde" ereignet. Merkel soll vom Stuhl gerutscht und in Ohnmacht gefallen sein, es habe zwei Minuten gedauert, bis die Kanzlerin wieder auf die Beine kam. Bundestagspräsident Norbert Lammert und Kulturstaatsministerin Monika Grütters sollen in unmittelbarer Nähe gewesen sein und der Kanzlerin geholfen haben. Merkel besuchte dennoch den Empfang nach der Aufführung und lobte die Inszenierung mit den Worten "Es hat mir gut gefallen". Merkel und ihr Mann gelten als Fans von Richard Wagners Werk.
    (dts Nachrichtenagentur) ..."
    http://www.epochtimes.de/Bild-Merkel-bei-Wagner-Festspielen-zusammengebrochen-a1257130.html

    ODER ------------------

    "Kein Kollaps in Bayreuth: Merkels Stuhl war kaputt.

    Ein Zwischenfall mit Bundeskanzlerin Angela Merkel bei den Bayreuther Festspielen hat am Samstag kurzzeitig für Wirbel gesorgt. Vize-Regierungssprecher Georg Streiter dementierte Berichte über einen angeblichen Schwächeanfall Merkels während einer Opern-Pause. «Der Stuhl ist zusammengebrochen. Die Kanzlerin war keine Sekunde ohnmächtig», sagte Streiter. Zunächst hatte die «Bild»-Zeitung berichtet, Merkel sei während einer Pause von «Tristan und Isolde» in Ohnmacht gefallen und von ihrem Stuhl gerutscht ..."
    http://www.augsburger-allgemeine.de/newsticker/Kein-Kollaps-in-Bayreuth-Merkels-Stuhl-war-kaputt-id34925887.html


    Was nun ??? ==> So schnell lügt die Presse die Deutschen an. PFUI !! Guten Tag "Qualitäts"-Presse in Deutschland.

    Vorschlag: Bundestagspräsident Norbert Lammert und Kulturstaatsministerin Monika Grütters sollen UNTER EID AUSSAGEN WAS WAHR IST !!!

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