Griechenland
Koalition zum Greifen nahe

Noch am Mittwoch soll die neue griechische Regierung stehen. Die Verhandlungen sind auf gutem Wege. Eine Beteiligung der linksradikalen Syriza ist bereits ausgeschlossen.
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AthenIn Griechenland deutet alles auf eine rasche Regierungsbildung hin. Nach etwa vierstündigen Verhandlungen am Dienstagabend vertagten sich die Parteichefs der drei Koalitionspartner auf Mittwochmittag. Nach dieser Zusammenkunft soll aller Voraussicht nach die Koalition verkündet werden.

Neuer Ministerpräsident wird der Parteivorsitzende der konservativen Nea Dimokratia, Antonis Samaras. „Es muss so schnell wie möglich eine Regierung gebildet werden“, sagte Evangelos Venizelos, Chef der sozialistischen Pasok, in einer im Fernsehen übertragenen Erklärung. Angesichts der „derzeitigen Situation“ sei dies bis Mittwochmittag möglich. Neben Pasok und der Nea Dimokratia (ND) nahm auch die Demokratische Linke (Dimar) an den Gesprächen teil. Auch Dimar-Chef Fotis Kouvelis hatte erklärt, es sei eine Einigung möglich.

Die Einbindung der Demokratischen Linken in die Regierung würde der geplanten großen Koalition aus der ND von Antonis Samaras und Venizelos' Pasok mehr Stabilität verleihen. Die drei gemäßigten Parteien kämen im 300 Sitze zählenden Parlament dann zusammen auf 179 Mandate. Eine von Venizelos ursprüngliche angestrebte Beteiligung der Linkspartei Syriza ist mittlerweile ausgeschlossen, da deren Parteichef Alexis Tsipras an seinem europakritischen Kurs festhält.

ND, Pasok und Dimar sprechen sich für Reformen aus und streiten vehement für den Verbleib Griechenlands in der Eurozone. Sie haben gemeinsam eine bequeme Mehrheit von 179 der 300 Abgeordneten. Alle drei Parteien wollen nach einer Regierungsbildung die internationalen Geldgeber davon überzeugen, die miteinander vereinbarten Sparauflagen um zwei Jahre zu strecken. Nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur schlossen sich die Konservativen und die Dimar diesem Pasok-Vorschlag an. Deren Parteichef Venizelos hatte im Wahlkampf für die Fristverlängerung das Zieldatum 2017 genannt.

Kommentare zu " Griechenland: Koalition zum Greifen nahe"

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  • @ Eusebio: Sorry that's pure bullshit. If you think that mama Merkel rules Europe you are .. let's say "on the woodway" .. as we call it here in good old germany ..

    There ist only one power ruling the world - the international financial elite.

    PS: The Euro ist a tailormade currency for german interests ..... wuuuahhhaaa - that's a goog one!

    @ alersa: :-) !!!

  • @ mafillou bzgl Antwort an Jannemann

    Mann, Sie haben Ihre Bildung auch aus der Tagesschau ...

    1. "Deutschland hat zwei Weltkriege (alleine) ausgelöst" - Schwachsinn! Das ist der Dreck den man in der Schule eingetrichtert bekommt... Kommt ein irrer Österreicher und überfällt Europa, oder was?

    Ich empfehle: http://www.youtube.com/watch?v=9hg4tLg0pRQ
    oder Antony Suton: Wall Street and the Rise of Hitler (1976, 1999)

    2. Deutschland will Europa beherrschen?? Noch so ein Quark! Deutschland ist gar nicht souverän! Was hier letztlich läuft bestimmen immernoch die Alliierten Siegermächte. Ja. auch nach den 2+4-Verträgen. Bestes Beispiel der Euro: Das ist ein französische/amerikanisches Projekt, welches dazu geführt hat, dass Sie heute 8 DM für eine Tasse Kaffe zahlen!

  • This is what I ment before. A very bad attitude. I hope your situation is not uncureable. Do I need a special license from the Bundestag to place my opinion? Mam oh mam. This is 2012 you know. Take a time machine from your (disgusting) past and wellcome to the new millenium. Grow a brain you prickhead and read some non-german analysis' you are definetely not the epicenter of the world.

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