Griechenland-Krise
Athen leiht sich kurzfristig Geld

Im Verlauf der Schuldenkrise hat Griechenland insgesamt 812,5 Millionen Euro in Form von kurzlaufenden Staatspapieren aufgenommen. Am 17. April benötigt das Land eine Milliarde Euro, um fällige Schulden zurückzuzahlen.
  • 5

AthenDas schuldengeplagte Griechenland hat sich kurzfristig frisches Geld am Kapitalmarkt besorgt. Wie das Staatsradio am Mittwoch unter Berufung auf die Schuldenagentur PDMA berichtete, konnten insgesamt 812,5 Millionen Euro für 13 Wochen in Form kurzlaufender Staatspapiere aufgenommen werden.

Das ist zwar weniger, als das Land in zwei Tagen benötigt (eine Milliarde Euro), um fällige Schulden zurückzuzahlen. Kommentatoren der griechischen Finanzpresse rechnen aber damit, dass das restliche Geld an diesem Donnerstag in die Staatskasse fließt.

Griechenland benötigt die eine Milliarde Euro, um am 17. April kurzlaufende Staatspapiere zu tilgen. Athen versteigert regelmäßig einen Tag später im Rahmen eines gesonderten Verfahrens zusätzliche Wertpapiere. Bislang hat dieses System das nötige Geld gebracht. Die Rendite der versteigerten Papiere lag - wie bei einer gleichen Auktion im Vormonat - bei 2,7 Prozent.


Agentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " Griechenland-Krise: Athen leiht sich kurzfristig Geld"

Alle Kommentare

Dieser Beitrag kann nicht mehr kommentiert werden. Sie können wochentags von 8 bis 18 Uhr kommentieren, wenn Sie angemeldeter Handelsblatt-Online-Leser sind. Die Inhalte sind bis zu sieben Tage nach Erscheinen kommentierbar.

  • Die Rahmenbedingungen in GR sind leider nicht erst seit den "Kommunisten" unattraktiv. Bekanntlich könnte man dazu eine lange Negativliste aufzählen, angefangen bei seit einem Jahrzehnt viel zu hohen Löhnen. Wie wollen die griechischen Händler z. B. ein Gemüse- oder Obstprodukt verkaufen, wenn es dieses aus Spanien oder Italien 1/3 günstiger gibt? Schon am 29. April 2010 sagte im Bayerischen Rundfunk der in Athen lebende und für die Hellenische Stiftung für Europäische und Internationale Beziehungen tätige Ökonom Jens Bastian: "Die tiefe Krise in Griechenland ist das Ergebnis gesamtgesellschaftlicher Verantwortungslosigkeit der letzten 20 Jahre." Da gäbe es also viel zu richten, und mit solchen "Berechnungen" sollten sich die Abgeordneten in Athen beschäftigen, statt mit der mutmaßlichen Dimension von Reparationszahlungen.

  • In 13 Wochen muss die 812,5 Mio.€ PLUS 2,7% Zinsen gezahlt werden. Also sind rd. 820 Mio. € fällig. Wovon denn dann, wenn Griechenland Monat für Monat mehr ausgibt, als es einnimmt.
    Das bringt alles nichts, solange Griechenland nicht Rahmenbedingungen schafft, die es privaten Investoren erlauben zu investieren, um Arbeitsplätze zu schaffen, somit Steuern generieren und Sozialtransfers verringern. Dazu braucht es Vertrauen und Verlässlichkeit. Wenn sich die Bedingungen durch die Kommunisten täglich ändern, investiert dort keinen einen einzigen €.

  • Na die EZB indirekt über Notkredite. Diese werden an der griechischen Zentralbank weitergereicht und diese wiederum an die griechischen Banken.

    Das ist verbotene Staatsfinanzierung über die Zentralbank aber niemand regt sich hier mehr auf. Bei so vielen Gesetze die gebrochen wurden ist einer mehr oder weniger egal.

    Wir werden von korrupten Politiker regiert die nur noch für ihre Lobbyisten arbeiten. Die Abmachung zwischen der Politik und Wirtschaft heißt: Halt du sie dumm, ich halt sie arm.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%