Griechenland
Küstenwache rettet 2500 Flüchtlinge

Der Flüchtlingsstrom in Richtung Europa reißt nicht ab. In den vergangenen drei Tagen haben die griechischen Behörden 2500 Flüchtlinge gerettet. Die Inseln des Landes sind eines der Hauptziele der Flüchtlinge.
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PiräusDie Lage auf den griechischen Inseln im Ägäischen Meer ist weiterhin angespannt. Täglich kommen mehrere hundert Flüchtlinge an. Allein in den letzten drei Tagen rettete die griechische Küstenwache bei 70 Einsätzen nach eigenen Angaben 2.500 Menschen auf See. Vor der Insel Chios ertrank ein Flüchtling, als das Schlauchboot kenterte, auf dem er es mit 13 Anderen nach Europa schaffen wollte.

Auf den Inseln selbst wird die Lage unterdessen immer chaotischer. Auf Lesbos kam es am Sonntag zu Schlägereien zwischen Flüchtlingen, die vor einer Registrierstation der griechischen Polizei warteten. Allein dort warten momentan rund 11.000 Menschen darauf, per Fähre auf das Festland gebracht zu werden.

Die Fähre „Eleftherios Venizelos“ hat unterdessen am Montag 2.500 Flüchtlinge in die griechische Hafenstadt Piräus gebracht, wo die Zahl der Asylsuchenden ebenfalls schnell steigt. Bereits am Vortag waren fast 1.800 Menschen von Lesbos nach Piräus gekommen.

Die Mehrzahl der Asylsuchenden, die über Griechenland nach Europa kommen, sind Syrer. Wenn sie das Festland erreicht haben versuchen viele von ihnen, sich über Mazedonien in die wohlhabenden Staaten Nordeuropas wie zum Beispiel Deutschland durchzuschlagen. Auch an der mazedonisch-griechischen Grenze spitzte sich die Lage am Montag zu, als die Grenze geschlossen wurde und die Polizei eine Blendgranate abfeuerte. Inzwischen ist der Grenzverkehr wieder aufgenommen.

Agentur
ap 
Associated Press / Nachrichtenagentur
Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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