Griechenland
Mehrheit für Sparprogramm und gegen Neuwahlen

Laut einer Umfrage der Kapa Research lehnt die Mehrheit der Griechen vorgezogene Neuwahlen sowie den Grexit ab. Trotz Angst vor womöglich negativen Folgen befürworten sie hingegen ein Sparprogramm.
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AthenMehr als 60 Prozent der Griechen vertreten die Ansicht, dass es keine vorgezogenen Neuwahlen geben sollte, sondern dass die amtierende Regierung die Verhandlungen mit den Gläubigern erfolgreich abschließen soll. Das ist das Ergebnis einer Umfrage des Meinungsforschungsinstitut Kapa Research im Auftrag der griechischen Sonntagszeitung „To Vima“. In Griechenland fordert die Opposition seit Monaten vehement Neuwahlen, die Regierung weist den Gedanken offiziell weit von sich.

Den Ergebnissen der Umfrage nach überwiegt die Angst der Griechen vor einer ungewissen Zukunft, sollten die Verhandlungen mit den internationalen Gläubigern nicht zum Abschluss gelangen. Denn gleichzeitig glauben 40 Prozent der Befragten, dass sich die geplanten Reformen und Sparmaßnahmen negativ auf das Land auswirken werden. Nur 11 Prozent spüren angesichts der von den Gläubigern geforderten Maßnahmen „Hoffnung“.

Trotzdem scheint es den Griechen am wichtigsten, im Euro zu bleiben - für die EU-Währung sprechen sich 65 Prozent aus, nur 27 Prozent der Befragten würden den Wechsel zur Drachme bevorzugen. Dass es noch 2017 zum Grexit kommen könnte, glaubt die große Mehrheit (70 Prozent) nicht.

Agentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " Griechenland: Mehrheit für Sparprogramm und gegen Neuwahlen"

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  • Na klar sind die gegen Grexit,Neuwahlen und versprechen(zum x-ten mal)Reformen,weil auf sich alleingestellt ist Sense mit auch nur einem halbwegs auskömmlichen Leben.
    Kein Geld aus der EU heisst:Leben, wie es die eigene Wirtschaftskraft erlaubt.
    Im Fall Griechenland: Niveau eines Entwicklungslandes.
    Agrarisch geprägt,mit Eselskarren und stundenweise Strom.
    Nix mehr mit Weihnachtlichen Rentengeschenken, wie gehabt.!
    Wann gehen die Regierenden dort endlich den eigenen (z.T. ultrareichen)Landsleuten an den Geldbeutel?Wieso muss den der deutsche kleine Steuerzahler hier ständig zubuttern?
    Gottseidank sind im Herbst hier Wahlen,und GR ist wohl zum Sommer wieder mal pleite.
    Mal sehen, ob unsere Regierung sich traut,uns wieder mal für diesen Käse in die Haftung zu bringen.

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