Griechenland
Sogar Häfen kommen unter den Hammer

Die Regierung hat ein Sparpaket beschlossen, das umfangreiche Privatisierungen vorsieht. Bereits im zweiten Quartal 2011 sollen Anteile verkauft werden. Auch die Häfen Piräus und Thessaloniki sollen privatisiert werden.
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AthenDas hoch verschuldete Griechenland hat schärfere Einsparungen zugesagt, um die Milliarden-Hilfen von EU und IWF auch weiterhin ausgezahlt zu bekommen. Die Regierung habe Maßnahmen im Volumen von sechs Milliarden Euro beschlossen, um das Haushaltsdefizit 2011 auf die vereinbarten 7,5 Prozent zu drücken, sagte ein Regierungssprecher.

Zudem sollten zügig Anteile an Staatsunternehmen verkauft werden. Details dazu sollten kommende Woche vorgestellt werden. EU und IWF als Krisenhelfer für Griechenland hatten zuletzt die Auszahlung von zwölf Milliarden Euro Hilfen an die Bedingung geknüpft, dass die Regierung in Athen ein plausibles Konzept vor allem im Hinblick auf Privatisierungen vorlegt. Im Raum stand die Forderung nach Erlösen von 50 Milliarden Euro bis 2015.

Der Regierungssprecher erklärte, zu den Firmen, von denen der Staat Anteile verkaufen wolle, zählten die OTE Telecom - an der die Deutsche Telekom 30 Prozent hält -, die TT Hellenic Postbank und die Häfen Piräus und Thessaloniki. Reuters hatte zuvor aus Kreisen erfahren, in einer zweiten Phase sollen dann Versorger veräußert werden. Dazu zählten Public Power Corp. (PPC), und Athens Water.

Dokumenten aus dem Finanzministerium zufolge will das Land durch Privatisierungen in diesem Jahr 3,5 bis 5,5 Milliarden Euro einnehmen. Im kommenden Jahr sollen es vier bis sechs Milliarden sein. Im Detail sollen den Dokumenten zufolge noch im zweiten Quartal 2011 bis zu 16 Prozent an OTE verkauft werden. Bei der Postbank sollen es bis zu 34 Prozent bis Ende 2011 sein.

Ebenfalls bis zu 34 Prozent sollen bis zum Ende des ersten Quartals 2012 vom börsennotierten Wettbüro Opap und bis Ende 2012 bis zu 17 Prozent an der Public Power veräußert werden. Zudem steht dem Dokument zufolge die Veräußerung von bis zu 25 Prozent an der OTE-Bank bis Ende 2013 und 75 oder gar 100 Prozent der beiden wichtigsten Häfen bis Ende 2011 auf dem Zettel. Ob die geplanten Schritte der EU und dem IWF ausreichen, war zunächst unklar.

Das Kabinett unter Ministerpräsident Giorgos Papandreou hatte am Montag über weitere Sparmaßnahmen im Kampf gegen die Schuldenkrise beraten. Im Gespräch waren dabei auch stärkere Lohnkürzungen, Entlassungen im Öffentlichen Dienst sowie höhere Steuern. Zuvor war der Druck auf das hoch verschuldete Land gewachsen, durch Privatisierungen seine Einnahmen zu erhöhen. „Das sind ganz dringende Angelegenheiten“, hatte EU-Währungskommissar Olli Rehn in Wien gesagt. Eine Staatspleite müsse verhindert werden, um eine Abwärtsspirale zu vermeiden.

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  • Ein böses Erwachen wenn man die Schlüsselindustrie verschenkt.

    Die Griechen haben aber keine Schlüsselindustrie mit Ausnahme der Werftindustrie die aber von der Subventionierten Werftindustrie aus Japan, China und Südkorea (80 Prozent Weltmarktanteil) eliminiert wird.

    Die Griechen können noch ihre Goldvorrat verkaufen.

    Der „Kreditfinanzierte Aufschwung“ in Griechenland ist vorbei. Die Korrektur ist dann eine NATÜRLICHE Folge.

    Ich bin kein Prophet aber eine Reduzierung des BIPs um 20 Prozent ist REALISTISCH!

    Wie gesagt es war nur eine Kreditfinanzierter Aufschwung der mit Subventionen (Steuermitteln) aus anderen Europäischen Ländern ermöglich wurde.

    Länder wie Polen, Vietnam, Brasilien haben eine stabilere Volkswirtschaft.




  • was kommt nach dem Ausverkauf?

  • An KHD:
    Die Vorteile für den Griechischen Staat ist die Entledigung seiner Verpflichtungen an die Mitarbeiter der „Staatlichen Betriebe“. (z. b. Rente, Löhne)

    Ebenso die Begleichung der Defizite der Betriebe. (z. b. Eisenbahn)

    Es ist doch „GÄNGIGE“ Praxis „Unternehmensteile“ auszulagern und gegebenenfalls den Konkurs billigend im Kauf zu nehmen. (z. b. Konzerne)

    UNSER Staat hat sich doch auch von Pensionsverpflichtungen (Post) befreit.

    Das wird aber nur in einer Fußnote erwähnt.



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