Griechenland-Umschuldung
"Schlimmer als Argentinien"

Der ehemalige argentinische Finanzminister zeichnet für die griechischen Gläubiger ein düsteres Bild. Er rechnet mit noch höheren Verlusten als bei der Umschuldung Argentiniens vor sechs Jahren.
  • 8

London Den Besitzern griechischer Staatsanleihen drohen nach Ansicht des früheren argentinischen Finanzminister Guillermo Nielsen noch höhere Verluste als den Gläubigern des südamerikanischen Landes. Bei der Umschuldung Argentiniens 2005 handelte Nielsen einen Verlust von 66 Prozent für die Gläubiger des lateinamerikanischen Landes aus. Griechenland müsse den Preis für die anfänglich schwankende Haltung der europäischen Verantwortlichen zahlen, sagte Nielsen, der bis vergangenes Jahr Botschafter in Deutschland war, am Montag Reuters Insider TV. Dass die Möglichkeit einer Umschuldung bis 2013 hinausgeschoben werde, sei ein „großer,

großer Fehler“.

Erst für den dauerhaften Euro-Krisenmechanismus ESM, der ab Mitte 2013 den derzeitigen Schutzschirm EFSF ablösen soll, ist eine Beteiligung der privaten Gläubiger geplant. Allerdings ist derzeit ein zweites Hilfspaket für Griechenland im Gespräch, an dem auch die Banken beteiligt werden sollen.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " Griechenland-Umschuldung: "Schlimmer als Argentinien""

Alle Kommentare

Dieser Beitrag kann nicht mehr kommentiert werden. Sie können wochentags von 8 bis 18 Uhr kommentieren, wenn Sie angemeldeter Handelsblatt-Online-Leser sind. Die Inhalte sind bis zu sieben Tage nach Erscheinen kommentierbar.

  • Ist ja schön, dass jemand der bewiesen hat, das er mit Geld nicht umgehen kann, über Griechenland und Europa urteilt. Griechenland dürfte wohl eine Kleinigkeit sein, im Gegensatz dazu was und die Wiedervereinigung gekostet hat und die Auswirkungegn von einer Pleite von Griechenland sind mit Sicherheit weit aus schlimmer. Vielmehr muss jetzt Griechenland etwas an dem Schmiergeldsumpf veränderen und doch mal ein paar von ihren 8000 über 100jährigen sterben lassen.

  • Okay,
    wir haben beide Unrecht, einigen wir uns darauf, daß die Gläubiger dieser beiden Länder in die Fänge der selbigen geraten sind.

    So gefällt mir das auch viel besser.

  • Argentinien ist nicht in die Fänge des Westens geraten,sondern in die der eigenen Politiker.Genau wie die Griechen.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%