Griechenland
Varoufakis pocht auf den Schuldenschnitt

EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker will einen Austritt Athens aus der EU verhindern. Doch einen „letzten“ Vermittlungsversuch muss er abrechen. Denn Griechenland beharrt auf einem Schuldenerlass.
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Berlin/WashingtonDer griechische Finanzminister Yanis Varoufakis dringt in der festgefahrenen Schuldenkrise auf einen Schuldenerlass. Sein Land brauche eine Umschuldung, sagte Varoufakis der Zeitung „Bild“ (Montag). „Nur so können wir die Rückzahlung von so viel Schulden wie möglich garantieren und auch leisten.“ Er würde sofort „Ja“ sagen und auf weitere Hilfsgelder verzichten, wenn die internationalen Gläubiger einen Schuldenschnitt anbieten würden. Auch der Internationale Währungsfonds (IWF) wolle eine Umschuldung. Außerdem benötige Griechenland „eine Streckung der Laufzeiten“, sagte Varoufakis.

Ein Vermittlungsversuch von EU-Kommissionschef Jean-Claude Juncker in der Krise war am Sonntag abgebrochen worden. Begründet wurde dies mit deutlichen Differenzen zwischen Geldgebern und der Regierung in Athen. Am 30. Juni läuft das bereits zwei Mal verlängerte Hilfsprogramm für Griechenland auf europäischer Seite aus. Ohne Einigung droht Griechenland der Staatsbankrott.

IWF-Chefvolkswirt Olivier Blanchard forderte Bewegung von Athen und den europäischen Geldgebern ein. Einer Lösung der Krise gingen harte Entscheidungen und Verpflichtungen voraus, schrieb er am Sonntag im IWF-Blog. Die griechische Regierung mahnte Blanchard zu einer Reform des Mehrwertsteuer- und Rentensystems an. Auch die Europäer rief er zu Zugeständnissen auf. Am 30. Juni muss Athen rund 1,6 Milliarden Euro an den IWF zurückzahlen.

Kommissionschef Jean-Claude Juncker habe am Wochenende einen „letzten Versuch“ gestartet, eine Einigung zwischen Athen und seinen Gläubigern herbeizuführen, sagte der Sprecher der EU-Kommission. Doch trotz einiger Fortschritte lägen die Strategie der griechischen Regierung und die Forderungen der Geldgeber zu weit auseinander. „Die griechischen Vorschläge bleiben unvollständig“, bemängelte der Sprecher. Juncker sei aber weiterhin „überzeugt", dass eine Einigung bis Monatsende möglich sei.

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  • Der Mann wird immer besser und durchschaut das System genau.

    Das Eintreiben von Steuern würde den Aufbau einer Stauerverwaltung nach sich ziehen und dafür habe man kein Geld. Aus diesem Blickwinkel, ist die immer wiederkehrende Kreditaufnahme mit anschließender Streichung der Schulden aus griechischer Sicht viel effizienter.

    Da kann man Herrn Bosbach nur beipflichten, wenn er anmerkt, dass mit jedem Hilfspaket eine andere Sau durch's Dorf getrieben wird. Man kann diese ahnungslosen und unwissenden Politiker schon nicht mehr hören. Es gibt Jobs, das ist mehr als "nach bestem Wissen und Gewissen" gefragt. Da hilft nur Fachwissen. Eben das ist in den politischen Parteien nicht vorhanden. Dort wurden und werden die Posten nach der Qualität der Sofortentscheidungen vergeben. "Kleben wir das Wahlplakat in diesem Wahlkampf hochkant oder quer.

    Man sollte sie hochkant aus ihren Jobs treiben und die gesetzlichen Grundlagen für Schadenersatz schaffen. So sollte es auch nicht mehr erlaubt sein, sich 10 % höhere Diäten und Pensionen zu verordnen, Wein saufen und dem Volk Wasser predigen.

  • "Erpressung"? Ganz genau. Oder glauben Sie, Politik besteht, wenn es buchstäblich um die Wurst geht nicht darin, Druck bis hin zur Erpressung auszuüben?

    Die EU, die EZB und die "Euroretter (etwas weniger der IWF) haben sich in eine Position hinein manövriert, die zu Erpressungen gerade zu heraus fordert.

  • "kämpft für die Interessen seines Landes"
    ...mit den Methoden von skrupellosen E.rpressern!

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