Großbritannien
Blair-Regierung will Prostituierte zum Ausstieg bewegen

Die Labour-Regierung des britischen Premierministers Tony Blair will die Prostitution eindämmen: Potenziellen Aussteigerinnen soll geholfen werden, Freier auf der Suche nach käuflichem Sex müssen um ihren Führerschein fürchten.

HB LONDON. Die parlamentarische Staatssekretärin im britischen Innenministerium, Fiona Mactaggart, stellte am Dienstag einen Regierungsplan zur Eindämmung von Prostitution vor. So sollen die so genannten Bordsteinraupen (curb crawlers), Freier, die in ihren Autos auf der Suche nach käuflichem Sex durch die Straßen fahren, nicht länger geduldet werden. Polizisten sollen solchen Männern den Führerschein entziehen. Auch könnten die Freier gezwungen werden, an speziellen Kursen teilzunehmen.

MacTaggart kündigte zudem an, Anreize für Prostituierte zu schaffen, aus dem Geschäft mit dem käuflichen Sex auszusteigen. Die Staatssekretärin plädierte für eine gemeinsame, landesweite Anstrengung zur Eindämmung von Prostitution. Erfolgreiche Initiativen von einzelnen Polizeiabschnitten hätten lediglich dazu geführt, dass die Rotlichtviertel umzögen.

London will zudem Kleinbordelle legalisieren, um die Arbeitssicherheit für Prostituierte zu verbessern. Die derzeitige Rechtslage, wonach nicht mehr als eine Frau in einem Gebäude ihre Dienste anbieten darf, bringe die Prostituierten in Gefahr, sagte MacTaggart. Das Ministerium geht davon aus, dass etwa 80 000 Frauen in Großbritannien im Rotlichtmilieu arbeiteten. Viele junge Frauen würden aus Übersee nach England gebracht.

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