Großbritannien
Polizei verteidigt Birmingham-Evakuierung

Mit der Evakuierung der Innenstadt von Birmingham am Sonnabend hat die britische Polizei nach eigenen Angaben auf eine konkrete und schwerwiegende Drohung reagiert. Tenor: "Die Menschen von Birmingham waren in der vergangenen Nacht in Gefahr".

HB BIRMINGHAM. "Nie zuvor hatten wir eine solch schwere Bedrohung", sagte der Chef der Polizei der Region West Midlands am Sonntag. Früheren Angaben zufolge stand die Bedrohung der Stadt aber in keinem Zusammenhang mit den Anschlägen in London am Donnerstag, nach denen die Polizei vor weiteren Attentaten gewarnt hatte, solange die mutmaßlichen Täter auf der Flucht seien.

Birmingham kehrte am Morgen langsam in die Normalität zurück. Die Polizei hatte in Reaktion auf einen Hinweis des Geheimdienstes in der Nacht 30 000 Menschen aus zwei Innenstadtbezirken evakuiert und alle Straßen ins Zentrum gesperrt. Nach einem Bericht der BBC brachte Experten mehrere verdächtige Objekte kontrolliert zur Explosion. Dies sei eine Vorsichtsmaßnahme, um etwaige Bomben unschädlich zu machen, hieß es. Es gab aber keine Bestätigung, dass tatsächlich Sprengsätze gefunden wurden.

Zunächst hatten die Beamten das Zentrum der rund 200 Kilometer nordwestlich von London gelegenen Metropole für den Autoverkehr gesperrt. Bars und Clubs sowie Geschäfte durften anfangs noch offen bleiben. Kurze Zeit später wurde jedoch die Evakuierung angeordnet. Davon waren etwa 200 Lokale allein in der Broad Street betroffen, dem Zentrum des Vergnügungsviertels von Birmingham.

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