Großoffensive mit Kampfhubschraubern gestartet
US-Armee sucht nach Rebellen-Verstecken im Irak

Die US-Armee hat eine Großoffensive gegen mutmaßliche Extremisten der Al-Kaida im Westen des Irak gestartet. Der Angriff richtete sich gegen Rebellen, deren Verstecke die Armee nahe der Grenze zu Syrien vermutet. US-Präsident Bush rechnet derweil mit neuen Terroranschlägen im Irak.

HB KAIM/WASHINGTON. Rund 1 000 US-Soldaten der US-Armee starteten ihren von Kampfhubschraubern unterstützten Einsatz mit dem Namen „Eiserne Faust“ zwei Wochen vor der geplanten Volksabstimmung über eine neue Verfassung, zu der eine neue Welle der Gewalt im Irak erwartet wird.

Im Zentrum des Angriffs lag der nur zwölf Kilometer von der Grenze entfernt liegende Ort Sedea nahe Kaim, den das US-Militär als einen „bekannten Zufluchtsort von Terroristen“ bezeichnete.

Es war bereits die dritte Offensive dieser Größe, die die US-Armee in der Region unternahm. Frühere Einsätze scheinen jedoch weitgehend fehlgeschlagen zu sein, nachdem Aufständische die in dem Gebiet liegenden Städte schnell wieder besetzt und ihre Aktivitäten erneut aufgenommen haben.

Seit Beginn der Kämpfe am frühen Samstagmorgen seien zehn Menschen getötet und 15 verwundet worden, sagte ein Arzt des größten Krankenhauses von Kaim. Verwandte der Verletzten hätten ihm erzählt, dass sie von Helikoptern angegriffen worden seien. Die US-Armee hatte nach eigenen Angaben zunächst keine Informationen über Opfer. Die irakische Polizei und Anwohner hatten berichtet, in den frühen Morgenstunden seien Kolonnen mit US-Militärfahrzeugen in die Stadt Kaim und benachbarte Ortschaften gerollt.

Kaim war in der Vergangenheit immer wieder das Ziel von US-Offensiven. Die Armee geht davon aus, dass die Region von ausländischen Extremisten als Einfallstor und für den Waffenschmuggel genutzt wird. In der Gegend soll sich auch der Chef der Al-Kaida-Organisation im Irak, Abu Mussab al-Sarkaui, aufhalten. Die irakische Regierung will am 15. Oktober ungeachtet der anhaltenden Gewalt im Land in einem Referendum über die künftige Verfassung abstimmen lassen.

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