Hellas-Banken
Im Notfall wird auf Kundenkonten zugegriffen

Griechenlands Banken wollen laut einem Medienbericht im Notfall auf Kundenkonten zugreifen. Abschläge von mindestens 30 Prozent auf Einlagen von mehr als 8000 Euro seien geplant. Varoufakis dementiert vehement.
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AthenDie griechischen Banken bereiten einer Zeitung zufolge Notfallpläne vor, um mit einem Zugriff auf Kundenkonten eine Pleite abzuwenden. Wie die "Financial Times" (FT) am Freitag unter Berufung auf mit den Plänen vertraute Banker und Geschäftsleute berichtete, sind Abschläge von mindestens 30 Prozent auf Einlagen von mehr als 8000 Euro geplant. Für mindestens eine Bank sei dies ein "zunehmend wahrscheinliches Szenario", hieß es. Anlegern könnte damit ähnlich wie auf Zypern im Jahr 2013 eine Zwangsabgabe drohen.

"Dies könnte im Rahmen einer Restrukturierung des gesamten Bankensektors geschehen, sobald Griechenland wieder in einem Hilfsprogramm zurück sein sollte", sagte ein Insider. "Das ist nicht etwas, das sofort passiert", sagte die Person.

Der griechische Finanzminister Yanis Varoufakis nannte den Bericht auf Twitter dagegen ein "bösartiges Gerücht". Die Vorsitzende der griechischen Bankenvereinigung, Louka Katseli, sagte dem Sender Skai TV, etwas Derartiges gebe es "nur im Reich der Fantasie". Solche Szenarien fänden sich bei keiner griechischen Bank - "nicht mal als Übung auf dem Papier".

Die griechische Regierung hat wiederholt die Möglichkeit zurückgewiesen, dass sie auf das Geld der Bankkunden zurückgreifen könnte, um einen Zusammenbruch des Finanzsystems zu verhindern. Um diesen Kollaps angesichts der Schuldenkrise zu verhindern, haben die griechischen Geldhäuser seit Montag geschlossen. Zudem hat die Regierung Kapitalverkehrskontrollen eingeführt.

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Schäuble sieht keine Gefahr für Europas Geldhäuser

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