Hilfsorganisationen dürfen einreisen
Sudans Regierung erlaubt Hilfe für Darfur

Die sudanesische Regierung hat versprochen, Hilfsorganisationen in die Krisenregion Darfur zu lassen. Sie reagiert damit auf die internationalen Proteste.

HB BERLIN. Die Regierung des Sudan will der notleidenden Bevölkerung in der vom Bürgerkrieg heimgesuchten Provinz Darfur mehr Hilfe zukommen lassen. Sie hat die Beschränkungen für Hilfsorganisationen gelockert. Das Außenministerium und das Ministerium für humanitäre Angelegenheiten gaben am Freitag bekannt, dass die Hilfsorganisationen bei den diplomatischen Vertretungen Sudans binnen 48 Stunden Einreisevisa für drei Monate erhalten. UN-Generalsekretär Kofi Annan begrüßte die Ankündigung der sudanesischen Regierung. Der Generalsekretär vertraue darauf, dass die Maßnahmen sofort umgesetzt würden, sagte UN-Sprecher Fred Eckhard.

Nach Angaben der Uno haben die seit Monaten andauernden Kämpfe im Westen des nordafrikanischen Landes rund eine Million Menschen zu Flüchtlingen gemacht. Mehr als 100.000 seien über die Grenze in den Tschad geflohen.

Die sudanesische Regierung sagte, die Gewalt in Darfur seien Rebellengruppen verantwortlich, mit denen sie nichts zu tun habe. Hilfsorganisationen warfen der sudanesischen Regierung vor, den Transport von Nahrungsmitteln und Medikamenten in die Region Darfur zu blockieren.

Sollte die Regierung des Sudan den Weg für Hilfsgüter nicht frei machen, drohe eine Hungerkatastrophe, erklärten die Ärzte ohne Grenzen in Berlin.

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