Höhepunkte für Sonntag geplant
Tausende Veteranen feiern 60. D-Day-Gedenken

Fallschirmjäger, Prinz Charles und die Ehrung von mehr als 100 Veteranen: Die offiziellen Feiern zum 60. Jahrestag der Landung der Alliierten in der Normandie haben begonnen.

HB BERLIN. In Frankreich haben die Gedenkfeiern zum 60. Jahrestag der Landung der Alliierten in der Normandie am Samstag offiziell begonnen. 300 britische Soldaten sprangen bei Ranville in der Nähe von Caen mit Fallschirmen ab. Dort hatten Briten am 6. Juni 1944 mit einer spektakulären Luftlandeaktion eine Brücke erobert. Später landeten auch amerikanische Fallschirmjäger in Sainte-Mère-Eglise. In der Nacht zum 6. Juni 1944 begann dort mit dem Absprung Tausender US-Soldaten der so genannte D-Day.

Der britische Prinz Charles enthüllte vor zahlreichen Veteranen in Ranville ein nachgebautes Gleitflugzeugs vom Typ Horsa. Mit einem solchen Flugzeug waren damals britische Soldaten hinter den deutschen Linien gelandet. Rund 30.000 Menschen waren gekommen, um den britischen Thronfolger zu sehen.

Von Portsmouth in Südengland aus fuhr eine Flotte von historischen und modernen Kriegsschiffen sowie Fähren mit Tausenden Veteranen über den Ärmelkanal zur Normandie. Die Boote wurde von einem Lancaster-Bomber und zwei Spitfire-Kampfflugzeugen begleitet.

105 D-Day-Veteranen wurden am Samstag in die französische Ehrenlegion aufgenommen. In einer Zeremonie am Pariser Invaliden-Dom zeichneten die französische Verteidigungsministerin Michèle Alliot-Marie und Außenamtschef Michel Barnier 99 ehemalige US-Soldaten aus, die am 6. Juni 1944 an der Landung in der Normandie beteiligt gewesen waren.

Außerdem wurden am Samstag in Ouistreham in der Normandie sechs heute zwischen 80 und 85 Jahre alte Veteranen des 177 Mann starken französischen Kommandos Kieffer ausgezeichnet. Die gingen 1944 mit britischen Soldaten an Land und eroberten ein Casino, das die Deutschen zum Bunker umgebaut hatten.

Morgen erreichen die Feierlichkeiten mit weiteren Aktionen ihren Höhepunkt. Den Auftakt bildet eine französisch-amerikanische Gedenkfeier auf dem US-Soldatenfriedhof Colleville. 24 Staats- und Regierungschefs aus 16 Ländern sind geladen, darunter erstmals ein deutscher Bundeskanzler, Gerhard Schröder, und der russische Präsident Wladimir Putin.

Die Hauptzeremonie beginnt am Nachmittag: In Arromanches am Gold-Beach, wo am 6. Juni 1944 britische Soldaten landeten hält der Gastgeber und französische Staatspräsident Jacques Chirac eine Ansprache. Schröder wird bei einer deutsch-französischen Gedenkfeier am frühen Abend im Mémorial von Caen sprechen. Zuvor legt er zwei Kränze auf dem britischen Soldatenfriedhof von Ranville nieder, wo auch 322 Deutsche beigesetzt sind.

Zu den insgesamt 13 offiziellen Zeremonien sind rund 20.000 Gäste geladen, darunter mehrere tausend Veteranen. Mehrere hunderttausend Besucher werden erwartet.

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