Hugo Chávez in London
Venezuelas Präsident beschimpft Bush als „Völkermörder“

Der venezolanische Präsident Hugo Chávez hat US- Präsident George W. Bush am Montag während eines Besuches in London als „Völkermörder“ bezeichnet.

HB LONDON. Der Irak-Konflikt sei „das Vietnam des 21. Jahrhunderts“ und Bush sei „ein Krimineller“, der sich wegen Völkermords zu verantworten habe, sagte Chávez während eines Treffens mit Londons Bürgermeister Ken Livingstone sowie anderen linken Politikern und Gewerkschaftern.

Chávez kritisierte die US-Regierung auch wegen ihrer Haltung gegenüber dem Iran im Atomstreit und warnte vor den Folgen eines möglichen militärischen Angriffs. Die Situation im Nahen Osten werde eskalieren und der Ölpreis auf bis zu 100 Dollar pro Barrel (rund 159 Liter) steigen, falls es zu einem Militäreinsatz komme.

Er glaube nicht, dass die Regierung in Teheran die Atomenergie zu militärischen Zwecken nutzen wolle. „Wir wollen einen echten Dialog“, sagte Chávez zum Abschluss seines zweitägigen Besuchs. Die britische Regierung hatte am Wochenende betont, der Besuch von Chávez sei „rein privat“. Es gab keine Gespräche mit Regierungsvertretern oder dem britischen Premierminister Tony Blair.

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