IAEO will erneut Inspekteure schicken
Nordkorea zeigt wieder Gesprächsbereitschaft

Nordkorea will seinen Atomreaktor Yongbyon angeblich im Juli abschalten. Um dies zu prüfen schickt die Internationale Atomenergie-Organisation (IAEO) erneut Inspekteure in das kommunistische Land.

HB WIEN. IAEO-Generalsekretär Mohammed el Baradei kündigte am Montag an, in der kommenden Woche werde zunächst ein Team unter Leitung des finnischen Chefinspektors Olli Heinonen nach Pjöngjang reisen, um technische Details zur Schließung der umstrittenen Nuklearanlage von Yongbyon zu klären. El Baradei reagiert damit auf einen Brief Nordkoreas, in dem die IAEO wieder eingeladen wird, Inspekteure in die umstrittenen Nuklearanlagen von Yongbyon zu schicken.

Mit der am Sonntag eingegangenen Einladung hat Nordkorea den ersten konkreten Schritt zur Erfüllung seiner Zusagen zum Abbau seines Atomwaffenprogramms unternommen. Dem Schritt war der Transfer freigegebener nordkoreanischer Gelder aus Macao (China) vorausgegangen. Verzögerungen in der Freigabe haben den Fortschritt im Atomstreit monatelang blockiert.

Die USA erwarten nach den Worten ihres Sondergesandten Christopher Hill, dass Nordkorea innerhalb weniger Wochen seinen umstrittenen Atomreaktor abstellen wird. Zwei Tage nach der Einladung von Inspekteuren der Internationalen Atomenergie- Organisation (IAEO) durch Nordkorea sagte Hill am Montag in Peking, die Schließung der Nuklearanlagen in Yongbyon dürfte jetzt vorbereitet werden. Die IAEO müsse jedoch noch „technische Fragen“ zur Kontrolle der Reaktorschließung klären, was eine „Angelegenheit von Wochen“ sei.

Die russische Nachrichtenagentur Interfax berichtete unter Berufung auf einen nordkoreanischen Diplomaten in Peking, dass der Reaktor in einem Monat heruntergefahren werden könne. Nordkorea erwarte deshalb, den Reaktor in der zweiten Juli-Hälfte zu versiegeln.

„Wir haben eine wichtige Wendung gemacht und wir sind jetzt wieder beim eigentlichen Thema, nämlich der atomaren Abrüstung“, sagte Hill. Nach seinem Besuch in Peking traf Hill noch am selben Tag in Seoul zu weiteren Gesprächen über das künftige Vorgehen im Atomstreit mit Nordkorea ein.

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