Internationale Walfangkommission
Ureinwohner dürfen weiter Wale jagen

Die Arktis-Völker in den USA und in Russland dürfen künftig weiterhin 67 Grönlandwale und 140 Grauwale pro Jahr jagen. Dagegen müssen sich die Ureinwohner Grönlands zunächst weiter mit der ihnen zugeteilten Fangquote bescheiden.

HB ANCHORAGE. Die Internationale Walfangkommission bestätigte auf ihrer Jahrestagung in Anchorage im US-Bundesstaat Alaska zudem die bisherige Quote von 4 Buckelwalen für die Bequia im Karibikstaat St. Vincent und die Grenadinen. Der Antrag Dänemarks auf eine Erhöhung der Jagdquote für grönländische Ureinwohner wurde vertagt.

Trotz des weltweiten Walfangmoratoriums dürfen bestimmte indigene Völker eine geringe Zahl Großwale zur eigenen Existenzsicherung töten. Im Falle der grönländischen Inuit fand eine Erhöhung der Quote auf 212 Zwerg-, 19 Finn-, 10 Buckel- und 2 Grönlandwale jedoch keine Zustimmung. Für die Walschutznationen betonte Deutschlands Agrarstaatssekretär Gert Lindemann, nur der Status quo von 187 Zwergwalen und 19 Finnwalen sei akzeptabel.

Der Wissenschaftsausschuss der Walfangkommission warnte unterdessen, die Grauwalpopulation im Nordwestpazifik könne bis zur Mitte des Jahrhunderts aussterben. Walschützern zufolge befinden sich unter den geschätzten 150 Tieren wahrscheinlich nur noch 30 geschlechtsreife Weibchen. Allein in diesem Jahr seien jedoch 4 Weibchen in Fischernetzen ertrunken.

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