Internationaler Währungsfonds
Neue Wirtschaftsmächte bauen ihren Einfluss aus

Der Internationale Währungsfonds (IWF) stellt zusätzliche Mittel zur Bekämpfung der Finanzkrise zur Verfügung. Der Topf, aus dem sich notleidende Staaten bedienen können, wird 600 statt der bisher vorgesehenen 500 Mrd. Dollar enthalten. China, Russland, Indien und Brasilien zahlen mehr als erwartet, fordern dafür aber eine größere Mitsprache.
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WASHINGTON. Darauf einigten sich jetzt die 26 Staaten der so genannten NAB-Kreditvereinbarung. Die stärkere Erhöhung ist möglich geworden, weil erstmals auch Schwellenländer wie China, Russland, Indien und Brasilien in den Fonds einzahlen wollen. Allerdings haben die neuen Geber auch deutlich gemacht, dass sie für ihre Leistungen künftig mehr Mitspracherechte erwarten. Damit dürfte die Diskussion um eine Verschiebung der Stimmrechte zugunsten der aufstrebenden Länder und zu Lasten Europas neue Nahrung erhalten.

Über das NAB-Programm („New Arrangements to Borrow“) werden Kredite zwischen dem IWF und einer Gruppe von Ländern und Banken geschlossen. Die Bedingungen, unter denen die Kredite gewährt werden können, sind nach Angaben des Internationalen Währungsfonds bei den Beratungen ebenfalls überarbeitet und gelockert worden.

Die Vereinbarung geht damit über einen Beschluss der Regierungen 20 führender Industriestaaten (G-20) auf dem Gipfeltreffen im April in London hinaus. Unter dem Eindruck der Finanzkrise hatten sie seinerzeit die Mittel für den IWF unerwartet kräftig auf 500 Mrd. Dollar aufgestockt.

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