Internationaler Währungsfonds
Sitz im IWF für Euro-Zone gefordert

Dass die 15 Länder der Euro-Zone nicht gemeinsam im Internationalen Währungsfonds repräsentiert sind, findet mach ein EU-Vertreter absurd. In der internationalen Szene werde man als Clown angesehen.

HB BRÜSSEL. Führende EU-Vertreter haben eine gemeinsame Vertretung der 15 Euro-Länder im Internationalen Währungsfonds IWF gefordert. „Die Euro-Zone sollte einen gemeinsamen Sitz in internationalen Finanzinstitutionen und Foren haben“, sagte EU-Währungskommissar Joaquin Almunia am Dienstag in Brüssel.

Der Chef der Euro-Finanzministergruppe, der Luxemburger Jean-Claude Juncker, sagte, es sei absurd, dass die 15 Länder des Währungsgebietes nicht gemeinsam im IWF repräsentiert seien. „Das macht uns absolut lächerlich, wir werden in der internationalen Szene als Clowns angesehen.“ Erst am Wochenende war der IWF zu seiner Frühjahrstagung zusammengekommen.

Juncker äußerte sich außerdem unzufrieden über die wirtschaftspolitische Zusammenarbeit unter den Ländern der Euro-Zone und deren Kooperation mit der Europäischen Zentralbank (EZB). Die Euro-Länder hätten Instrumente dazu an der Hand, die sie aber nicht nutzten, ergänzte er auf einer Konferenz, ohne in Einzelheiten zu gehen. Es sei nicht nur die Aufgabe der Zentralbank, die Wechselkurse zu beobachten. Die Unabhängigkeit der EZB dürfe aber nicht infrage gestellt werden, ergänzte er.

Nach dem EU-Vertrag können die Mitgliedsländer des Euro-Gebiets eine grundlegende Änderungen im Wechselkursregime wie die Etablierung eines Festkurssystems beschließen. Doch über Devisenmarkteingriffe im herrschenden Regime der frei beweglichen Wechselkurse hätte allein die EZB zu entscheiden.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%