Irak nimmt Iran und Saudi-Arabien nicht als "Pate"
Im Irak soll die Scharia eingeführt werden

HB BERLIN. Der designierte irakische Premierminister Ibrahim Al Dschafari will im Irak die Scharia, das islamische Rechtssystem, einführen. Das berichtet das Nachrichtenmagazin «Der Spiegel» unter Berufung auf den Politiker. Dschafari schränkte aber ein, die Scharia wer nur «eine von mehreren Quellen der Rechtssprechung» sein.

Ein Schleierzwang für Frauen werde es nicht geben, so Dschafari weiter. Der Irak solle ein islamischer Staat werden, allerdings würden weder der «Iran noch Saudi-Arabien dabei Pate stehen». Bei der Ausarbeitung der Verfassung würden man versuchen, auch die Sunniten einzubinden. Die Kurden im Norden Iraks sollen den Plänen zufolge weitgehenden Autonomie zugebilligt bekommen.

Als wichtigste Bedingung für das Gelingen des «demokratischen Experiments» im Irak nannte Dschafari den Kampf gegen Terroristen, um die täglichen Anschläge zu stoppen.

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