Irak
Rumänische Geiseln sind frei

Im Irak sind drei rumänische Journalisten und ihr Dolmetscher freigekommen, die knapp zwei Monate in der Gewalt von Entführern waren. Rumäniens Präsident lehnt einen Abzug seiner Truppen aus dem Land weiterhin ab.

HB BAGDAD. Die vier seien in rumänischer Obhut, teilte das Präsidialamt in Bukarest mit. „Es geht ihnen gut, sie sind sicher und werden sobald als möglich nach Hause zurückgebracht.“ Die Geiselnehmer hatten damit gedroht, ihre Opfer zu töten, sollte Rumänien seine 800 im Irak stationierten Soldaten nicht abziehen.

Das Land gehört zu den engsten Verbündeten der USA in dem Golfstaat, der Einsatz ist bei der Bevölkerung jedoch zunehmend umstritten. Im vergangenen Jahr sind im Irak mehr als 150 Ausländer entführt worden. Etwa ein Drittel der Geiseln wurde von den Entführern getötet, die anderen wurden nach Verhandlungen oder Zahlung eines Lösegeld freigelassen.

Das rumänische Präsidialamt machte keine Angaben dazu, auf welchem Weg die vier Geiseln freikamen und ob Forderungen ihrer Entführer erfüllt worden waren. Diese hatten sich Ende April in einem Video als „Schwadronen des Muadh bin Dschebel“ vorgestellt, eine bis dahin unbekannte Gruppe.

Die Schwarz-Weiß-Aufnahmen zeigten die Geiseln, wie sie von maskierten Männern bewacht wurden. In einer weiteren Szene war auch der Übersetzer der Journalisten zu sehen, gemeinsam mit zwei Männern, die Maschinengewehre auf seinen Kopf richteten. Der Mann hat die irakische, rumänische und US-Staatsbürgerschaft.

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