Iran blockt ab
Zusammenarbeit mit Atombehörde zurückgefahren

Der Iran geht weiter auf Konfrontationskurs zur Weltgemeinschaft: Präsident Ahmadineschad erklärte, dass die Zusammenarbeit mit der Atombehörde IAEA auf ein Minimum zurückgefahren werden soll. Gleichzeitig sollen die Kapazitäten zur Urananreicherung deutlich ausgebaut werden.
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HB TEHERAN. Der Iran hat am Freitag seine Ankündigung bekräftigt, die künftige Zusammenarbeit mit der Internationalen Atombehörde (IAEA) auf ein Minimum zurückzufahren. Die Regierung werde nur zu denjenigen Fragen zum Bau neuer Urananreicherungsanlagen Stellung nehmen, deren Beantwortung der Atomwaffensperrvertrag vorschreibt, sagte ein Berater von Atomunterhändler Said Dschalili, Abolfasl Sohrehwand.

Der Iran werde die IAEA frühestens 180 Tage vor der ersten Inbetriebnahme von Zentrifugen unterrichten, sagte Sohrehwand nach einer Meldung der amtlichen Nachrichtenagentur IRNA. Auch Präsident Mahmud Ahmadinedschad hat erklärt, dass der Iran seine Zusammenarbeit mit der IAEA reduzieren werde, nachdem der Gouverneursrat der UN-Sonderorganisation die Einstellung der Arbeiten an einer zweiten Anlage zur Urananreicherung verlangt hatte.

Daraufhin kündigte die Regierung in Teheran den Bau von zehn neuen Betrieben zur Anreicherung von Uran an. Mit niedrig angereichertem Uran werden Brennstäbe für die Stromgewinnung produziert. Mit hoch angereichertem Uran können Atombomben gebaut werden.

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