Iran
Oppositioneller attackiert

Im Iran flackern wieder oppositionelle Proteste auf. In der heiligen Stadt Ghom demonstrierten zahlreiche Studenten gegen Störungen der Trauerfeier des Geistlichen Montaseri. Zuvor hatten in Zivil gekleidete Angreifer den oppositionelle iranische Ajatollah Jusuf Sanei in seinem Haus attackiert.
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HB TEHERAN. Der oppositionelle iranische Ajatollah Jusuf Sanei ist nach Angaben aus dem Lager der Reformer in seinem Haus in der heiligen Stadt Ghom angegriffen worden. Die Internetseite Norooz meldete am Dienstag, die in Zivil gekleideten Angreifer hätten den Geistlichen beschimpft und einige seiner Mitarbeiter geschlagen. Der Zwischenfall ereignete sich einen Tag nach der Beisetzung des reformorientierten Großajatollahs Hossein Ali Montaseri, die die Opposition zu einer Demonstration der Stärke genutzt.

Am Dienstagmorgen demonstrierten nach einer Meldung der halbamtlichen Nachrichtenagentur Fars regimetreue Theologiestudenten gegen die "Entweihung von Heiligtümern" während des Trauerzugs für Montaseri. Ihre Demonstration endete vor dem Haus Saneis. Es war unklar, ob es einen Zusammenhang mit dem Angriff auf das Anwesen des Geistlichen gab.

Die Trauerfeiern für Montaseri waren von Krawallen begleitet. So musste der Gottesdienst für den am Samstag verstorbenen Ajatollah infolge von Störungen abgebrochen werden, wie es auf Websites der Opposition hieß. Montaseris Sohn teilte unterdessen mit, Gedenkgottesdienste am dritten und siebenten Tag der Trauer für seinen Vater seien aus Sicherheitsgründen abgesagt worden.

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