Islamischer Staat
Kurden vertreiben IS wieder aus Kobane

Vor zwei Tagen hatten IS-Kämpfer mindestens 20 Kurden in der Nähe Kobanes hingerichtet. Nun ist die syrische Grenzstadt wieder unter der Kontrolle kurdischer Milizen. Nach eigener Aussage haben sie die IS vertrieben.
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BeirutDie kurdischen Milizen haben laut Aktivisten die Dschihadisten-Gruppe Islamischer Staat (IS) wieder aus der syrischen Grenzstadt Kobane vertrieben. Zwei Tage nach Beginn einer IS-Offensive auf die Stadt an der Grenze zur Türkei hätten die kurdischen Volksverteidigungseinheiten (YPG) wieder die Kontrolle über die IS-Stellungen errungen, teilte die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte am Samstag mit.

Der kurdische Aktivist Rudi Mohammed Amin sagte, die gesamte Stadt sei wieder unter Kontrolle der YPG. Zahlreiche IS-Kämpfer seien getötet oder verletzt worden.

Die Dschihadisten waren im Januar nach viermonatigen Kämpfen zum Rückzug aus Kobane gezwungen worden, hatten am Donnerstag aber mit drei Selbstmordanschlägen überraschend eine neue Offensive gestartet. Laut der Beobachtungsstelle, die sich auf ein Netz von Informanten vor Ort stützt und deren Angaben nur schwer zu überprüfen sind, töteten die IS-Kämpfer bei ihrem Angriff mehr als 120 Zivilisten.

Laut Aktivisten wollten die Dschihadisten die Stadt nicht erobern, sondern möglichst viele Zivilisten töten. Beobachter sprachen von einem „Ablenkungsmanöver“, nachdem die IS-Miliz an anderer Front unter Druck geraten war.

Agentur
afp 
AFP news agency (Agence France-Presse) / Nachrichtenagentur

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