Islamischer Staat
Libysche Milizen in Sirte auf dem Vormarsch

Der sogenannte Islamische Staat (IS) gerät in Sirte weiter in Bedrängnis. Regierungsnahe Truppen rücken weiter in die IS-Hochburg vor. Die Rückeroberung der Stadt ist Teil einer groß angelegten Offensive.

TripolisMit der Einheitsregierung in Libyen verbündete Milizen haben die Extremisten-Gruppe Islamischer Staat (IS) nach eigenen Angaben weiter zurückgedrängt. Ihnen sei es gelungen, den Hafen der IS-Hochburg Sirte unter ihre Kontrolle zu bringen, teilten die Kampfverbände am Freitag mit. Dabei seien mindestens elf Kämpfer getötet und 35 weitere verletzt worden.

Über Opfer beim IS wurde zunächst nichts bekannt. Milizen aus Misrata hatten im vergangenen Monat eine Offensive gegen die Islamisten gestartet und waren in dieser Woche bis zur Hafenstadt Sirte vorgerückt, die der IS im vergangenen Jahr eingenommen hatte. Die Hafenanlagen etwa fünf Kilometer vom Stadtzentrum entfernt.

Seit dem Sturz des langjährigen Machthabers Muammar Gaddafi vor rund fünf Jahren versinkt Libyen wegen der Kämpfe zwischen zahlreichen Milizen im Chaos. Der Westen hofft, dass die von den Vereinten Nationen unterstützte Einheitsregierung die zersplitterten Gruppierungen einen kann und dass diese gemeinsam gegen den IS vorgehen. Bis vor kurzem hatten zwei rivalisierende Regierungen um die Macht im Land gerungen. Das dadurch entstandene Führungsvakuum hatte der IS ausgenutzt und einen 250 Kilometer langen Küstenstreifen westlich und östlich von Sirte erobert.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur
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