Islamischer Staat
Viele Ausländer in den Reihen der Terrormiliz

In Syrien, dem Irak und Libyen sollen sich zahlreiche ausländische Kämpfer dem Islamischen Staat angeschlossen haben. Die meisten kämen aus dem arabischen Raum. Der Strom habe zuletzt jedoch deutlich abgenommen.
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IstanbulDer Terrormiliz Islamischer Staat (IS) und anderen dschihadistischen Gruppen haben sich in den Bürgerkriegsländern Syrien, Irak und Libyen Tausende Kämpfer aus zahlreichen Ländern angeschlossen. Besonders häufig kommen sie aus Tunesien oder Saudi-Arabien. Nach Schätzungen amerikanischer Denkfabriken kämpften zeitweise zwischen 6000 und 7000 tunesische Dschihadisten im Ausland in den Reihen des IS oder des Terrornetzwerks Al-Kaida.

Auch zahlreiche Extremisten aus Ex-Sowjetrepubliken haben den Weg zu extremistischen Gruppen im Nahen Osten gefunden, vor allem zum IS in Syrien und im Irak. Zwischen 6000 und 10 000 Männer sollen es Schätzungen zufolge sein, die nur schwer zu verifizieren sind.

Bis zu 1500 Ausländer monatlich sollen sich in der Vergangenheit dem IS in Syrien und im Irak angeschlossen haben. Zuletzt hat der Strom jedoch deutlich abgenommen und gleicht nach Einschätzung der internationalen Anti-IS-Koalition nur noch einem „Rinnsal“.

Vor allem weil die Türkei ihre Grenze geschlossen hat, ist der Weg für ausländische Dschihadisten in die beiden Länder schwer. Wegen der vielen Niederlagen des IS am Boden dürfte auch seine Anziehungskraft auf potenzielle Anhänger im Ausland abgenommen haben.


Agentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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