Israelische Soldaten töten mindestens sechs Palästinenser
Erneut schwere Gefechte im Gazastreifen

Bei einer israelischen Militäroperation in Bet Chanun im nördlichen Gazastreifen sind mindestens sechs Palästinenser getötet worden. Unter den Toten sei ein Mitglied der radikalen Palästinenserorganisation Hamas und drei militante Palästinenser. Ziel der Militäraktion sei die Zerstörung von Abschussvorrichtungen für „Kassam“-Raketen

HB GAZA-STADT. Nach Angaben der Armee handelte es sich bei vier der Toten um palästinensische Schützen. Augenzeugen berichteten, ein Bewohner habe den Extremisten helfen wollen und sei von Kugeln der israelischen Armee tödlich getroffen worden. Zudem sei eine Frau ums Leben gekommen, die vor ihrem Haus die Schießerei beobachtet habe. Wie palästinensische Augenzeugen weiter berichteten, seien zehn Palästinenser verletzt worden. Bei den heftigen Gefechten seien auch drei Israelis verwundet worden. Es waren die heftigsten Gefechte in der Region seit dem Einmarsch israelischer Soldaten vor zehn Tagen. Die Armee begründete ihre Vorstoß damit, Raketenangriffe auf den Süden Israels stoppen zu wollen.

Ein Sprecher der israelischen Armee teilte mit, auch ein Soldat sei bei den Gefechten in der Region um die Ortschaft Beit Hanun verletzt worden. Die israelischen Soldaten hätten das Feuer erwidert, nachdem sie von den Palästinensern beschossen worden seien. Bei mindestens zwei der getöteten Palästinenser soll es sich um Mitglieder militanter Palästinenser-Gruppen handeln, einer von ihnen habe den Al-Aksa-Märtyrer-Brigaden angehört, die der Fatah-Fraktion von Palästinenser-Präsident Jassir Arafat angehören.

Vor zehn Tagen war die israelische Armee mit gepanzerten Fahrzeugen in die Region eingerückt und gegen militante Palästinenser vorgegangen, die ihre selbstgefertigten Kassam- Raketen auf eine nahe gelegene israelische Stadt gefeuert hatten. Zwei Israelis waren bei dem Angriff getötet worden. Auch im südlichen Gaza gab es in der Nacht zum Donnerstag einen Militäreinsatz. Unterstützt von Panzerfahrzeugen und Hubschraubern drang eine israelische Einheit in das Flüchtlingslager Chan Junis ein. Nach Angaben der Armee wurden mehrere Häuser von Palästinensern zerstört, von denen aus auf jüdische Siedlungen geschossen worden sei. Beim Abzug der Truppen kam es zu einem Schusswechsel, bei dem mindestens drei Palästinenser verwundet wurden.

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