Italien
Mafia unterschätzt?

In der Nähe der Provinzhauptstadt Foggia sind am Mittwoch vier Männer getötet worden. Dabei handelte es sich offenbar um einen Racheakt der Mafia. Italiens Innenminister sorgt sich nun um die öffentliche Sicherheit.
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RomNach tödlichen Schüssen aus einem Hinterhalt im italienischen Apulien werden Vorwürfe laut, dass die Mafia in der südostitalienischen Region unterschätzt wurde. Am Donnerstag wollte Innenminister Marco Minniti mit Bürgermeistern aus der Region Foggia über die öffentliche Sicherheit beraten.

In der Nähe der Provinzhauptstadt waren am Mittwoch vier Männer getötet worden, die Schüsse galten allerdings nur einem von ihnen, einem mutmaßlichen Clan-Oberhaupt. Als Motiv wird Vergeltung für einen vergangenen Mord vermutet.

„Die Kriminalität in Apulien (...) galt zu lange als „Mafia zweiter Klasse““, sagte der nationale Antimafia-Staatsanwalt Franco Roberti am Donnerstag dem Rai-Rundfunk. Die Fehden zwischen verschiedenen Clans gebe es bereits seit 30 Jahren. Roberti beklagte Hunderte Morde, von denen der Großteil straflos geblieben sei.

Wie der Fall am Mittwoch gezeigt habe, sei die in Foggia beheimatete Mafiaorganisation „gewalttätiger und aggressiver als die besser organisierten Mafias wie 'Ndrangheta, Cosa Nostra und Camorra“.

Als mächtigste der italienischen Mafiaorganisationen gilt die in der Region Kalabrien beheimatete 'Ndrangheta, die mittlerweile auch in Deutschland und im Rest der Welt sehr aktiv ist.

Agentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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