Italienische Regierung lehnt Forderungen der Kidnapper ab
Italienerinnen im Irak offenbar getötet

Das Schicksal der beiden im Irak entführten Italienerinnen ist weiter unklar. Auf Berichte über die angebliche Ermordung der beiden regierte die Regierung in Rom am frühen Donnerstagmorgen mit großer Skepsis. Es gebe Zweifel an der Glaubwürdigkeit der Internetseite, verlautete aus Geheimdienstkreisen.

HB DUBAI. Eine radikal-islamische Gruppe hat nach eigenen Angaben zwei im Irak entführte Italienerinnen getötet. Die Hilfsorganisation, für die die beiden Frauen arbeiteten, äußerte jedoch Zweifel an der Glaubwürdigkeit der Erklärung. Ein ebenfalls entführter Brite flehte in einer Videobotschaft den britischen Premierminister Tony Blair um Hilfe an.

Die beiden Italienerinnen seien getötet worden, weil ihre Regierung die Forderung nach einem Truppenabzug aus dem Irak nicht erfüllt habe, hieß es in einer Erklärung im Internet, die mit Dschihad Organisation unterzeichnet war. Die Frauen waren vor mehr als zwei Wochen in Bagdad verschleppt worden. Wenige Tage später hatte eine bis dahin unbekannt Gruppe namens Islamische Dschihad Organisation gedroht, beide zu töten, falls Italien nicht binnen 24 Stunden seine Truppen aus dem Irak abziehe.

„Wir warnen die Italienische Regierung, wir werden weiter zuschlagen und wir werden das Leben eines jeden Ausländers im Irak treffen“, hieß es in der Erklärung im Internet, die als Datum den 22. September trug. Ihre Echtheit war zunächst nicht zu klären. Die Internetseite war bislang selten von Moslem- Extremisten genutzt worden. Die Drohung im Namen der Islamischen Dschihad Organisation vor zehn Tagen war auf einer anderen Internetseite erschienen, auf der mehrfach Erklärungen von Moslem-Extremisten auftauchten, die sich später als falsch herausstellten. Diese Seite war aber nicht erreichbar.

Der Arbeitgeber der beiden Italienerinnen hielt die neue Erklärung für wenig glaubwürdig. „Wir warten auf weitere Informationen“, teilte die Hilfsorganisation im Internet mit.

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