IWF-Bericht zu Spanien
Banken retten allein reicht nicht

Weitere Reformen müssen die Bankenrettung in Spanien begleiten, fordert der Internationale Währungsfonds. Zu diesen Maßnahmen müsse laut IWF beispielsweise eine Anhebung der Mehrwertsteuer gehören.
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MadridKnapp eine Woche nach der Hilfszusage der Eurozone hat der Internationale Währungsfonds (IWF) Spanien zu weitreichenden Reformen aufgerufen. Die Bankenrettung müsse von "Reformen in anderen Bereichen" begleitet werden, damit Spanien das Vertrauen der Märkte zurückgewinne und auf den Weg zu mehr Wachstum zurückkehre, hieß es in den am Freitag veröffentlichten Schlussfolgerungen einer IWF-Expertenmission. Darin wird unter anderem die sofortige Anhebung der Mehrwertsteuer gefordert. Es sei wichtig, dass diese Reformen "klar und zusammenhängend" kommuniziert würden, erklärte der IWF.

Spanien müsse die Ankündigung der Eurozone, den spanischen Banken mit bis zu 100 Milliarden Euro aus der Krise zu helfen, als "Chance" begreifen, hieß es in der Mitteilung des Währungsfonds weiter. Die Bedingungen für die Hilfen müssen noch ausgehandelt werden. Spanien erhofft sich aber, dass von den Auflagen für die Unterstützung nur der kriselnde Bankensektor betroffen ist.

Die Eurogruppe hat aber bereits angekündigt, weiter darauf zu achten, dass Spanien seine Strukturreformen fortsetzt und seine Defizitziele einhält. Der IWF soll bei der Bankenhilfe eine überwachende Funktion übernehmen.

Agentur
afp 
AFP news agency (Agence France-Presse) / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " IWF-Bericht zu Spanien: Banken retten allein reicht nicht"

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  • Niemand soll gerettet werde!!!

    Es geht übrigens immer nur um die Zinszahlungen an die privaten Banken!

    Staaten verschulden sich zu 97% bei privaten Banken!!!

    Warum sprechen die Medien von Investoren und nicht privaten Banken?

    Der zweitgrößte Ausgabenposten im Bundeshaushalt ist Zinszahlungen!!!
    ( Und der wird jedes Jahr größer wegen dem Zinseszins )

    Bei anderen Ländern sieht es genau so aus.

    Spanien zahlt in diesem Jahr 29.000.000.000 Euro nur an Zinsen!!! ( Das sind jeden Tag ca. 80 Mil. an Zinsen! )

    Im Grunde sind alle Regierungen nur Zinseintreiber für die privaten Banken!!!

    Wenn die Griechen, Spanier, etc. die Zinsen für Ihre Kredite nicht mehr zahlen können, zahlen es ab Juli die Deutschen dank ESM!

    Alle Euroländer und zuletzt Deutschland, sollen dank ESM vor die Wand gefahren werden!!!

    Was ist eigentlich der ESM?

    Hier eine Erklärung in 4 min.

    http://www.youtube.com/watch?v=d6JKlbbvcu0&feature=share

    --------------------------------

    "Wir stehen am Rande einer weltweiten Umbildung. Alles, was wir brauchen ist die richtige, allumfassende Krise und die Nationen werden in die Neue Weltordnung einwilligen."

    - David Rockefeller, US-amerikanischer Bankier & Politiker

    -------------------------------------------------

    "Die Welt wird von anderen Leuten regiert, als es das Volk zu wissen glaubt"

    - Benjamin Disraeli (1804-1881), Romanschriftsteller und zweifacher britischer Premierminister, im Jahre 1844

    Bitte nicht löschen, Herr/Frau Zensor danke

    Weitere Infos finden Sie unter:

    www.wissensmanufaktur.net

  • Fragt sich eigentlich niemand wie Deutschland mit 2.1 Billionen Schulden noch für andere Schulden zahlen kann? Oder wie ein Land Schulden mit neuen Schulden begleichen soll?

    Die Schulden entstehend doch nicht durch Misswirtschaft (siehe Deutschland - stetiges Wachstum + massive Haushaltseinsparungen und trotzdem neue Schulden).

    Was wir in ganz Europa brauchen ist eine grundlegende Reform des Finanzsystems. Eines das nicht auf Schulden und exponentielles Wirtschaftswachstum basiert - denn das ist nicht möglich - und führt unweigerlich zum Totalzusammenbruch.

    Die "Rettungspakete" verpuffen und lösen das Problem nicht.

    Kein EU-Staat hat seine Schulden auch nur um einen Cent reduziert, es geht immer nur um Limitierung der Neuverschuldung und selbst die steigt stetig.

    Griechenland ist schon im Koma, jetzt folgt Spanien, danach weitere Länder bis zum EUR-Zusammenbruch in naher Zukunft. Hier wird keiner gerettet - es soll auch keiner gerettet werden, nur möglichst lange künstlich am Leben gehalten werden.


  • Wir Spanier zahlen die eventuellen Immobilien- und Kreditverluste für die ausländischen Banken, die den spanischen Banken Geld geliehen hatten.
    Trotzdem muss es uns gesagt werden, dass diese Rettung als Ziel hat, die Ersparnisse der Spanier zu schützen. Und das ist völlig falsch!
    Zuerst einmal haben wir Spanien nicht so viele Ersparnisse. Das Problem mit den Pleiten Banken ist nämlich, dass sie die Schulden mit europäischen Banken nicht zurückzahlen können. Die Banken müssen pleite gehen dürfen!! Bis zu 100k € sind gesetzlich gesichert. Falls es etwas mehr gibt, wird es geteilt und an die Gläubiger gegeben, egal ob sie spanisch, deutsch oder französisch sind, so war und ist immer noch das Gesetz.

    Aber das Spiel ist anders. Die Verluste der europäischen Banken gehen an die Spanischen Banken, sie können nicht zahlen, dann an den spanischen Staat (Ihre Bürger!), er kann nicht zahlen, dann an die EU, und endlich an die Europäer (daruter Deutsche). So zahlen letztlich die Bürger (natürlich wir Spanier AUCH und wesentlich MEHR, obwohl wir am Ende pleite gehen werden).
    Apropos, der Handelsbilanzdefizit Südeuropas ist der deutsche Überschuss, oder? Und D will ihn behalten, oder? Aber D will auch, dass wir Überschuss haben, oder? Alles geht nicht. Es gibt nur 2 Möglichkeiten: Ende des Euros oder Brutales Quantitave Easing. Mir gefällt besser, die erste. Doch leider werden deutsche Investitionen im Auslang abgewertet.

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