IWF fordert Nachbesserungen
Athens Reformplan spaltet seine Gläubiger

PremiumDie EU hofft auf eine Einigung im Schuldenstreit mit Athen. Doch der IWF ist verärgert, dass die Kommission mit ihrer positiven Bewertung des Reformplans vorangeprescht ist. Denn viele Maßnahmen seien zu unkonkret.

Brüssel/Berlin/FrankfurtDie neuen Reformangebote der griechischen Regierung treiben einen Keil in das Lager der internationalen Geldgeber. Da sind die Optimisten wie EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker: Er zeigt sich überzeugt, dass die Euro-Finanzminister bei ihrem Krisentreffen am Mittwochabend eine Einigung mit Athen finden.

Doch auch Skeptiker melden sich. Nach Informationen des Handelsblatts aus Verhandlungskreisen gibt es in einigen Euro-Staaten und im Internationalen Währungsfonds (IWF) durchaus Verärgerung darüber, dass die EU-Kommission mit ihrer positiven Bewertung vorangeprescht ist. „Dieses Foulspiel ist inakzeptabel“, sagt ein Spitzenmann der Euro-Gruppe.

Trotz der Versprechen mag Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble in die neuen optimistischen Töne nicht einstimmen, zumindest noch nicht....

 
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