Japan liefert im Gegenzug Lebensmittel
Nordkorea lässt japanische Geiseln frei

Nordkorea lässt fünf Japaner frei. Sie dürften sofort nach Japan ausreisen, hieß es. Allerdings nicht ohne Gegenleistung.

HB BERLIN. Nordkorea hat sich am Samstag bereit erklärt, fünf Japaner freizulassen. Deren Angehörige waren bereits Ende 2002 in ihre Heimat zurückgekehrt. Die Verschleppten wurden in den 70er und 80er Jahren von Nordkorea entführt und zur Sprachausbildung von Spionen eingesetzt. Acht weitere Geiseln seien in der Zwischenzeit in Nordkorea verstorben, hieß es.

Der nordkoreanische Staatschef Kim Jong Il sagte in einem Gespräch mit dem japanischen Ministerpräsidenten Junichiro Koizumi, die fünf Japaner dürften das Land sofort verlassen. Im Gegenzug versprach Japan, 250.000 Tonnen Lebensmittel und medizinische Güter im Wert von zehn Millionen Dollar zu liefern.

Drei Japaner werden noch in Nordkorea festgehalten. Der amerikanische Ehemann einer Exgeisel will Nordkorea nicht verlassen. Ihm droht ein Prozess in den USA, weil er 1965 seine Einheit in Südkorea verließ und über die Grenze nach Nordkorea ging - er war seitdem in nordkoreanischen Propagandafilmen zu sehen.

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