Jaroslaw Kaczynski
Steinbach sei eine unerwünschte Person

Gewinnt der polnische Oppositionsführer die Wahl, will er Steinbach zu einer unerwünschten Person in Polen erklären lassen. Außerdem kündigte er in einem Interview einen härteren Kurs gegen Bundeskanzlerin Merkel an.
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WarschauDer polnische Oppositionsführer Jaroslaw Kaczynski will im Falle eines Wahlsiegs einen härteren Kurs gegen Bundeskanzlerin Angela Merkel fahren. Das kündigte er in seinem gerade erschienenen Buch und einem Interview an. Die deutsche Vertriebenen-Politikerin Erika Steinbach will er gar zur unerwünschten Person in Polen erklären lassen. „Frau Steinbach darf nicht nach Polen gelassen werden, so lange sie sich verhält, wie sie sich verhält“, sagte der Vorsitzende der nationalkonservativen Partei Recht und Gerechtigkeit (PiS) in einem Interview mit der polnischen Nachrichtenagentur PAP.

Vor den Parlamentswahlen am kommenden Sonntag hat PiS in jüngsten Umfragen im Vergleich zur liberalkonservativen Bürgerplattform von Ministerpräsident Donald Tusk aufgeholt. Beide Parteien liegen nur noch wenige Prozentpunkte voneinander in der Wählergunst. Im PAP-Interview betonte Kaczynski, unter einer PiS-Regierung werde es im deutsch-polnischen Verhältnis keine „sanfte Unterordnung“ Polens geben. „Wir sind für die

bestmöglichen deutsch-polnischen Beziehungen, aber auf Grundlage von Anstand, auch historischem Anstand“, sagte Kaczynski, der in seinem gerade veröffentlichten Buch „Das Polen unserer Träume“ behauptet, dass Bundeskanzlerin Angela Merkel unter „nicht ganz sauberen Umständen“ an die Macht gekommen sei. Merkel wolle eine Großmachtstellung Deutschlands wieder herstellen, heißt es in dem Buch weiter.

Es müsse in Polen ein Museum über die deutschen Verbrechen in Polen während des Zweiten Weltkrieges geben, sagte er. Auch ein Museum der Westgebiete solle unter einer PiS-Regierung entstehen.

Agentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " Jaroslaw Kaczynski: Steinbach sei eine unerwünschte Person"

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  • bin sicher kein Freund von Herrn Kaczynski , aber Frau Steinbach ist doch schon lange out, die meisten Vertriebenen wenn noch am Leben dann im Altersheim, das Thema ist Vergangenheit die endlich mal akzeptiert werden muß als vielleicht bitter, aber Realität . Frau Steinbach bringt mehr durcheinander als dass Sie gut macht , Hauptsache sie hat einen Job und kommt in den Medien . Auch dass die neuen EURO-Länder Polen, Slowakei, Finnland usw. sich von Frau Merkels Schlingerkurs nicht mit in den Abgrund reissen lassen wollen ist ja wohl verständlich.

  • Breslau wird wieder Deutsch!

  • Hahahaha...den Polen ist wirklich nicht zu helfen. Polemik pur....und unfreiwillige Komik scheinen dort die Volksvertreter auszuzeichnen...Na...der Wodka wird es richten!

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