Jemen
UN-Vertreter fordern Verlängerung der Waffenruhe

Im Jemen kämpfen Huthi-Rebellen gegen Anhänger des geflohenen Präsidenten Hadi. Eine Waffenruhe ermöglichte das Anlaufen humanitärer Hilfslieferungen. Nun ist sie abgelaufen – Diplomaten fordern eine Verlängerung.
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Riad/SanaaDer UN-Sondergesandte für den Jemen, Ismail Ould Cheikh Ahmed, hat eine Verlängerung der am vergangenen Dienstag begonnenen humanitären Feuerpause im Jemen gefordert. „Wir verlangen die Einstellung aller Kampfhandlungen und ungehinderten Zugang für humanitäre Hilfe“, erklärte der mauretanische Diplomat am Sonntag auf einer Konferenz in der saudischen Hauptstadt Riad. Die Waffenruhe im Jemen lief Sonntagabend (23.00 Ortszeit - 22.00 Uhr MESZ) ab, ohne dass eine Verlängerung bekanntgegeben wurde.

In dem südarabischen Land kämpfen schiitische Huthi-Rebellen gegen Anhänger des nach Riad geflohenen Präsidenten Abed Rabbo Mansur Hadi. Eine von Saudi-Arabien geführte Militärkoalition bombardiert seit Ende März Stellungen und Waffenlager der Huthis.

Die Waffenruhe ermöglichte das Anlaufen humanitärer Hilfslieferungen in einem gewissen Maße. Während in der Hauptstadt Sanaa die Waffen schwiegen und landesweit keine saudischen Luftangriffe erfolgten, lieferten sich die Huthis in den Städten Tais und Aden weiter Kämpfe mit den Hadi-Anhängern.

Agentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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