Jordanien ist Lebensader für das Land
Wie die Iraker unter dem Ausnahmezustand leben

Inam entkam den Auswirkungen des Ausnahmezustands im Irak gerade noch. Zusammen mit ihrer Tochter verließ die Irakerin am Morgen Bagdad, um zum Augenarzt nach Amman zu fahren. Sie wunderte sich, dass ihr Fahrer auf dem Weg in die jordanische Hauptstadt nicht die Schnellstraße sondern Landstraßen benutzte.

HB BAGDAD. Erst nach etwa 120 Kilometern bog Abu Ali auf die Autobahn. Er umging Falludscha, wo die Großoffensive der Amerikaner und Iraker gegen die Rebellen gerade begonnen hatte. Gegen 16 Uhr war Inam am Montag in Amman. Zwei Stunden später wurden die Grenzen nach Jordanien und Syrien geschlossen. Die Übergangsregierung will mögliche Fluchtwege der Rebellen sowie deren Versorgung mit Waffen unterbinden.

Für ihren Fahrer Abu Ali bedeutet der Ausnahmezustand Ungemach. Jeden zweiten Tag fährt er die knapp 1000 Kilometer zwischen den beiden Hauptstädten. Die 100 Dollar, die er für eine Fahrt kassiert, müssen reichen, um sich und seine Familie zu ernähren, die Unterhaltskosten...

 
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