Kampf gegen Schleuser
Italien macht in der Flüchtlingskrise Ernst

PremiumLange fühlte sich Italien in der Flüchtlingskrise von der EU im Stich gelassen. Jetzt ist die Regierung zur Aktion übergegangen, vor allem in Libyen. Und die Zahl der Flüchtlinge geht tatsächlich langsam zurück. Ein Entwicklung, die in Deutschland aufmerksam verfolgt wird.

RomWenn sich Innenminister Marco Minniti aufregt, dann richtig. „Seit langem wiederhole ich, dass das Flüchtlingsthema eine europäische Angelegenheit ist. Und das ist nicht bloß eine Redewendung. Heute haben wir eine formale Entscheidung getroffen, die zeigt, dass es hier nicht um eine Grundsatzdiskussion über Prinzipien geht oder gar darum, dass wir den Mond anheulen.“ Das sagte er mit bitterer Miene Ende Juni. Minniti hatte gerade einen geplanten USA-Besuch abgebrochen, weil sich die Flüchtlingskrise dramatisch zuspitzte. Mehr als 12.000 Menschen waren auf mehreren Booten unterwegs in Richtung Italien.

Jetzt sei die Grenze der Aufnahmefähigkeit erreicht, sagte der Innenminister. Premier Paolo...

 
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