Kampf um Aleppo
Luftangriffe treiben Zehntausende Syrer in die Flucht

Die syrische Armee rückt mit Hilfe russischer Luftangriffe im Großraum Aleppo vor. Das hat nach Angaben der Vereinten Nationen verheerende Folgen: Weitere Zehntausende Syrer sind bereits vor den Kämpfen geflohen.

GenfIn Syrien sind nach Angaben der Vereinten Nationen in den vergangenen Tagen Zehntausende Menschen vor den anhaltenden Kämpfen im Großraum Aleppo geflohen. Die etwa 35.000 Flüchtlinge stammten aus den Vororten Hader und Serbeh im Südwesten der Stadt, erklärte eine Sprecherin für das Amt für die Koordinierung humanitärer Angelegenheiten (Ocha). Viele von ihnen seien zunächst in ländlichen Gebieten im Westen der Metropole untergekommen und benötigten dringend Lebensmittel. Zudem hätten viele Familien trotz der zunehmenden Kälte keine Unterkunft.

Die syrische Armee unternimmt nach Angaben der Opposition gegenwärtig mit Unterstützung der russischen Luftwaffe eine Offensive in der Nähe von Aleppo. Im syrischen Bürgerkrieg sind bislang etwa 250.000 Menschen getötet worden, Millionen Menschen sind auf der Flucht. Hunderttausende von ihnen streben nach Europa und vor allem Deutschland.

Im Nordwesten Syriens sind unterdessen nach Angaben von Aktivisten bei russischen Luftangriffen auf Rebellen mindestens 45 Menschen ums Leben gekommen. Die Opfer im Norden der Küstenprovinz Latakia seien Kämpfer und Zivilisten, meldete die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte am Dienstag. Dutzende wurden demnach verletzt. Der oppositionellen Nachrichtenseite Syria Direct zufolge gehörten die meisten Toten zur gemäßigten Freien Syrischen Armee (FSA). Die Rebellen kontrollieren im Norden Latakias Bergregionen. Der größte Teil der Provinz ist hingegen eine Regimehochburg. Die russische Luftwaffe greift seit Ende September Rebellen in Syrien an.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur
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