Kampf um Militärflughafen
Syrische Armee schlägt Dschihadisten zurück

Bei Gefechten um einen Militärflughafen sind 24 Kämpfer der Terrormiliz IS getötet worden. Derweil richtete die IS Anhänger des syrischen Präsidenten im Osten des Landes öffentlich hin.
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Al-Rakka, BeirutDie Terrorgruppe Islamischer Staat (IS) hat an verschiedenen Orten im Osten Syriens mindestens 18 Menschen zur Strafe öffentlich getötet. Mehrere Opfer seien an zentralen Plätzen gekreuzigt worden, berichtete die syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte am Samstag. Die Extremisten hätten ihnen unter anderem vorgeworfen, das Regime von Präsident Baschar al-Assad unterstützt zu haben.

Die meisten Taten wurden aus den beiden Provinzen Al-Rakka und Dair as-Saur berichtet, die von der Terrorgruppe fast vollständig kontrolliert werden. Die Extremisten beherrschen große Teile im Norden und Osten Syriens. Dort verhängen sie regelmäßig Strafen nach einer radikale Interpretation des islamischen Rechts, der Scharia. Die Terrorgruppe hatte den US-Reporter James Foley als Rache für US-Luftangriffe im Nordirak enthauptet und Anfang der Woche dazu ein Video veröffentlicht.

Bei Gefechten um einen Militärflughafen in der Provinz Raka in Nordsyrien wurden unterdessen nach Angaben von Aktivisten mindestens 24 Kämpfer der IS getötet. Bei dem Angriff in der Stadt Tabka seien in der Nacht zum Samstag außerdem 150 weitere Extremisten verletzt worden, teilte die syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte mit. Die IS-Kämpfer versuchten demnach erneut, den Flughafen zu erobern, der als letzter Stützpunkt in der Provinz noch von der syrischen Armee kontrolliert wird.

Die Regierungstruppen griffen die Dschihadisten nach Angaben der oppositionsnahen Beobachtungsstelle auch aus der Luft an. Die Attacke sei abgewehrt und der Flughafen gesichert worden, sagte ein Offizier der syrischen Armee im Staatsfernsehen. Die Angriffe auf die bewaffneten Kämpfer würden fortgesetzt. Die Beobachtungsstelle bezieht ihre Informationen aus einem Netzwerk von Informanten vor Ort; ihre Angaben können von unabhängiger Seite schwer überprüft werden.

Der IS hatte in den vergangenen Wochen in der Provinz mehrere Militärstützpunkte eingenommen. Bei den seit Dienstag anhaltenden Kämpfen in Tabka wurden der Beobachtungsstelle zufolge bislang mehr als 90 IS-Kämpfer getötet. Die Dschihadisten kontrollieren Teile Syriens und des Nordiraks. Für die von ihr eroberten Regionen rief die IS-Führung ein Kalifat aus. Im syrischen Bürgerkrieg kämpft der IS gegen die Regierung in Damaskus, aber auch gegen andere Rebellengruppen.

Agentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur
Agentur
afp 
AFP news agency (Agence France-Presse) / Nachrichtenagentur

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