Kampfansage an Merkel
Hollande will Kehrtwende in Europa

Es ist eine klare Kampfansage an Merkel: Gnadenlose Sparsamkeit werde es mit ihm in Europa nicht geben, sagte der französische Präsidentschaftskandidat Francois Hollande. Er will einen anderen Kurs für Europa.
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ParisFrankreichs sozialistischer Präsidentschaftskandidat François Hollande hat Bundeskanzlerin Angela Merkel für den Fall seiner Wahl eine Richtungsänderung in der französischen Europapolitik vorhergesagt. „Sie (Merkel) hat ihre Wahl getroffen: Sie hat Europa mit Nicolas Sarkozy geführt - man sieht das Ergebnis!“, sagte der Favorit für die entscheidende Wahlrunde am späten Dienstagabend im TV-Sender TF1. Er fügte hinzu: „Wenn ich gewählt werde, wird es eine Änderung bei Europas Ausrichtung geben.“

Der Sozialist betonte, mit dem unbegrenzten Freihandel und der gnadenlosen Sparsamkeit werde unter seiner Präsidentschaft Schluss sein. „Ich bin in Budgetfragen für Seriosität, ich bin für die Sanierung der öffentlichen Haushalte“, betonte Hollande, fügte aber hinzu: „Seriosität bei Budgetfragen: Ja. Lebenslange Sparpolitik: Nein“. Hollande wiederholte seine Forderung nach einer Neuverhandlung des EU-Fiskalpaktes für mehr Haushaltsdisziplin.

Der Sozialist hatte sich am Sonntag in der ersten Runde der Präsidentenwahl mit dem um seine Wiederwahl kämpfenden Amtsinhaber Nicolas Sarkozy für die Stichwahl am 6. Mai qualifiziert.

Agentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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  • Wenn soviel gespart wurde wie hier behauptet, wo kommen dann die Schulden her ?
    Am Ende zahlt, wer noch an der Theke steht . Der Michel !

  • Na dann hau mal ordentlich rein, Hollande.
    Mach neue Schulden, gibs mit vollen Händen aus.
    Aber wundere dich bloß nicht über die hohen Zinsen.

  • ... die Aussagen Hollande`s gilt es zunächst unter Wahlkrampf einzusortieren.
    Bei bemerkenswerter Binnenverschuldung , nachlassender Konkurrenzfähigkeit auf vielen Märkten, sich aufblähende Pensionsverpflichtungen im Beamtenstaat Frankreich ist ihm - im Falle Wahlsieg - bei steigenden Zinsen schon mal sein Ausgabehändchen gebunden.
    Die Schafsfelle Griechenlands und anderer Konsum-/Verwaltungsstaaten liegen ja immer noch fettig harrend vor uns.

    Insoern slwoly mit der aufkommenden Panik, Sparen oder steigende Zinssaetze im Haushalt steht an. Eng wird es selbst fuer Grand Nation`s Sozialisten. SPD und Grüne mögen da jetzt nicht backig frohlocken. Vielleicht erbarmt sich FN und hebt den Kleinen ins Strampel-Unterstuetzungsbettchen. Hat alles seinen Preis...

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