Kein Kommentar von Nordkorea
Schusswechsel an Grenze zwischen Nord- und Südkorea

Nord- und südkoreanische Grenzposten haben sich am Donnerstag mit Maschinengewehren an der entmilitarisierten Zone einen Schusswechsel geliefert.

Reuters SEOUL. Nach Angaben des südkoreanischen Generalstabs feuerte Nordkorea vier Schüsse auf einen südkoreanischen Militärposten. Darauf habe Südkorea zurückgeschossen. Auf südkoreanischer Seite sei niemand verletzt worden. Nordkorea kommentierte den Zwischenfall zunächst nicht. Dieser ereignete sich vor dem Hintergrund der Bemühungen der USA und Chinas, das kommunistische Nordkorea zu einer Fortsetzung der Gespräche über das nordkoreanische Atomprogramm zu bewegen.

Zu dem Schusswechsel kam es nach südkoreanischen Angaben nahe dem Fluss Imjin nördlich von Seoul. Südkorea und das US-geführte Uno-Kommando kündigten eine Untersuchung des Vorfalls an.Zuletzt hatte es im November 2001 einen Schusswechsel in der entmilitarisierten Zone gegeben, einem Niemandsland, das die koreanische Halbinsel teilt. Im Juni vergangenen Jahres hatten sich Schiffe beider Staaten ein Gefecht geliefert. Dabei wurden sechs südkoreanische Matrosen und schätzungsweise 13 nordkoreanische Seeleute getötet.

Wegen eines Feiertages waren die Finanzmärkte in Südkorea am Donnerstag geschlossen. Im Oktober hatten der Beginn des Atomstreits zwischen den USA und Nordkorea die Märkte belastet. Die USA hatten damals erklärt, Nordkorea setze entgegen einem Abkommen von 1994 sein Atomprogramm fort. Aus dem US-Außenministerium verlautete, Nordkorea sei anscheinend bereit, die Dreier-Gespräche mit China fortzusetzen. Im April hatten Vertreter der USA, Chinas und Nordkoreas in der chinesischen Hauptstadt Peking über das nordkoreanische Atomprogramm beraten.

Nord- und Südkorea befinden sich seit dem Ende des Korea-Krieges 1950 bis 1953 formell noch immer im Kriegszustand. Am 27. Juli jährt sich zum 50. Mal die Vereinbarung des Waffenstilltands zwischen beiden Staaten. An der schwer befestigten Grenze stehen sich rund eine Million nordkoreanische Soldaten einerseits und 650 000 südkoreanische sowie rund 37 000 US-Soldaten andererseits gegenüber.

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